15.09.2008: Economic Freedom of the World 2008: In Deutschland wächst die Unfreiheit
In wirtschaftlicher Hinsicht ist Deutschland erneut unfreier geworden. Das geht aus dem Jahresreport der Studie Economic Freedom of the World 2008 hervor, die am Dienstag, den 16. September, in Hongkong vorgestellt wird. Im internationalen Ranking stieg die Bundesrepublik von 2005 bis 2006, dem Zeitraum, auf den sich die Studie bezieht, um weitere zwei Plätze ab und erreichte, nach Platz 15 im Vorjahr, nur noch Platz 17. Chile, Estland und Österreich schnitten besser ab.
Entwarnung gab es indes auf dem Sektor der Regulierung des Arbeitsmarkts. „Hier sind die Forderungen nach mehr Liberalisierung offenkundig erhört worden“, so Dr. Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, im Vorfeld der Vorstellung des Jahresreports. „Hoffen wir darauf, dass diese Erfolge nicht gleich wieder leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.“ Alles in allem aber habe ihn die Studie alarmiert, so Gerhardt weiter. „Deutschland hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Die neuen Zahlen sollten der Großen Koalition zu denken geben. Ein gutes Zeugnis sieht anders aus. Der Konjunkturhimmel verdüstert sich mittlerweile wieder, die Zeiten, in denen man auf die Dynamik einer wachsenden Weltwirtschaft setzen konnte, sind vorbei. Man kann es gar nicht häufig genug sagen: Wir können uns keinen Reformstillstand mehr leisten!“
Der Jahresreport der Studie Economic Freedom of the World untersucht jährlich den Grad an wirtschaftlicher Freiheit in 141 Ländern und bewertet sie vergleichend in einem Index. Dazu haben sich Forschungsinstitute aus 52 Ländern zu einem Economic Freedom Network zusammengeschlossen. Auf deutscher Seite ist das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beteiligt.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung.
Lesen Sie hier die Studie im Volltext.
Der Jahresreport der Studie Economic Freedom of the World untersucht jährlich den Grad an wirtschaftlicher Freiheit in 141 Ländern und bewertet sie vergleichend in einem Index. Dazu haben sich Forschungsinstitute aus 52 Ländern zu einem Economic Freedom Network zusammengeschlossen. Auf deutscher Seite ist das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beteiligt.
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