Afrikanische Liberale auf Deutschland-Besuch


© Stiftung für die Freiheit „Die Probleme in Afrika müssen wir Afrikaner lösen“, sagte der Leiter der Delegation des Netzwerkes afrikanischer liberaler Parteien bei dem Besuch in Potsdam, Lamine Ba. Ba, langjähriger Minister aus dem Senegal, ist Vorsitzender dieses Netzwerks, dem rund 20 afrikanische Parteien angehören. So waren sich die acht Spitzenpolitiker aus Tansania, Malawi, Sambia, Madagaskar, den Seychellen sowie von der Demokratischen Republik Kongo, Senegal und Marokko einig, dass nur liberale Prinzipien, vor allem aber dezentrale Strukturen und subsidiäre Delegation von Verantwortung an die Bürger „Good Governance“ möglich macht.
"Wir sind dabei, unsere Parteien strategisch aufzustellen", so Prof. Ibrahim Lipumba, Vorsitzender der größten Oppositionspartei in Tansania, der Civic United Front. "Die Politikberatung der Stiftung für die Freiheit ist hier von großer Wichtigkeit. Dies erlaubt uns, im liberalen Netzwerk zusammen zu wirken, um liberale Politik populär zu machen und weiter voranzubringen", so der Professor.
Interessant fanden die Politiker den Ansatz der "low cost campaign", also einer liberalen Kampagne, die ohne große Kosten auskommt. "Ideen sind gefragt", so Stiftungs-Vorstandsmitglied Manfred Richter, der die Delegation begrüßt hatte. Diese Ansätze seien für die schwierigen Verhältnisse und knappen Ressourcen, mit denen sich die liberalen Parteien in Afrika arrangieren müssten, genau richtig, so die Meinung der Afrikaner. Damit werde auch der Korruption entgegen gewirkt und ein gutes Beispiel für Regierungsführung gegeben.


© Stiftung für die Freiheit Die Delegation war zuvor in Wiesbaden mit der liberalen Fraktion im Hessischen Landtag zusammengekommen. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Wolfgang Gerhardt MdB , nutzte die Präsenz der Delegation in Wiesbaden zu einem Gedankenaustausch. Die deutsch-afrikanischen Beziehungen und die Zukunft des afrikanischen Kontinentes, dessen Bevölkerungszahl gerade eine Milliarde überschritten hat, standen dabei im Vordergrund.
