Sonntag, 5. Februar 2012

Wolfgang Gerhardt Stiftung für die Freiheit

Berlin: Gerhardt eröffnet Ausstellung ''Fiederungen''

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus zeigt der Deutsche Bundestag im Paul-Löbe-Haus die Ausstellung "Fiederungen" von Gabriele von Lutzau. Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms eröffnete die Präsentation, die Künstlerin selbst führte in die Ausstellung ein und Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, sprach begrüßende Worte.

Eine der Skulpturen - der Flügel "Buchenwald" - wird im Februar von Wolfgang Gerhardt der Kunstsammlung der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem übergeben. "Ich freue mich, mit Ihnen nach Israel reisen zu können", sagte Gerhardt der Künstlerin, in deren Biografie sich "Befreiung und Freiheit" widerspiegele.

Wolfgang Gerhardt erinnerte daran, dass in der Biografie der Künstlerin Befreiung und Freiheit eine große Rolle spielen. Die Künstlerin arbeitete zunächst als Stewardess bei der Lufthansa. 1977 war sie an Bord der durch ein palästinensisches Terrorkommando entführten Landshut.


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Gerhardt verurteilt Behinderungen der Wahlbeobachter in Russland

Im Vorfeld und während der Wahlen zur russischen Staatsduma wurde die unabhängige Wahlbeobachtungsorganisation GOLOS (Die Stimme) von den Behörden massiv behindert. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit arbeitet mit GOLOS intensiv und gut zusammen. Dazu Dr. Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Stiftungsvorstands:

„Ich habe große Hochachtung vor der Arbeit von GOLOS. Ohne freie und faire Wahlen ist die Entwicklung eines demokratischen Rechtsstaates und einer freien Gesellschaft nicht denkbar. Deshalb sind die Behinderungen der Arbeit und die gesteuerte öffentliche Medienkampagne gegen GOLOS sowohl gegen die Interessen Russlands als auch gegen den Geist der Modernisierungspartnerschaft zwischen Russland und der EU gerichtet. Trotz aller Hindernisse hat GOLOS auch bei diesen Wahlen ein Beispiel dafür gegeben, wie eine parteiunabhängige Wahlbeobachtung funktionieren kann.“

In den letzten beiden Jahren haben GOLOS und die Stiftung für die Freiheit in zahlreichen Regionen Russlands gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt. Dabei wurde der Entwurf eines neuen Wahlgesetzes mit der Bürgergesellschaft diskutiert und weiterentwickelt. Wie notwendig das sei, habe der gestrige Urnengang gezeigt: "Das russische Wahlrecht ist äußerst manipulationsanfällig; es enthält zahlreiche Schlupflöcher, die von den Behörden in großem Umfang genutzt werden."

Gerhardt deshalb ganz unbeirrt: „Die gesamten Vorgänge bei der Wahl zeigen ganz deutlich, dass Putin nicht der lupenreine Demokrat ist, den uns der frühere Bundeskanzler Schröder einreden wollte. Wir werden auch in Zukunft mit GOLOS zusammenarbeiten.“

25 Jahre Stiftung für die Freiheit in Brüssel

Wolfgang Gerhardt in Brüssel
Wolfgang Gerhardt in Brüssel
Das Brüsseler Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat seinen 25. Geburtstag begangen. Zu diesem besonderen Anlass reiste der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Wolfgang Gerhardt, nach Brüssel. In seiner Rede erinnerte Gerhardt an die Gründungsjahre der Stiftung: "Als sich Ende der fünfziger Jahre eine engagierte Gruppe Liberaler traf, um die Friedrich-Naumann-Stiftung zu gründen, taten sie genau das, was das Kernelement jeder Demokratie ist. Sie zeigten bürgerschaftliches Engagement. Könnten die Gründer heute bei uns in Brüssel sein, sie wären stolz auf das, was sie damals begonnen haben."


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20 Jahre Stiftung für die Freiheit in der Türkei

Wolfgang Gerhardt mit Stiftungsmitarbeitern in Istanbul
Wolfgang Gerhardt mit Stiftungsmitarbeitern in Istanbul
Das Projektbüro in Istanbul hat zusammen mit seinen Partnern das zwanzigjähriges Jubiläum der Stiftungsarbeit in der Türkei gefeiert. Seit 1991 arbeitet die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in diesem wichtigen Mittelmeerland und förderte den Demokratisierungsprozess zunächst aus Ankara. 2003 verlegte die Stiftung für die Freiheit ihr Büro nach Istanbul.


In Gegenwart des Bereichsleiters Internationale Politik, Ulrich Niemann, und den Kollegen aus dem Regionalreferat Mittelmeerländer in der Geschäftsstelle der Stiftung, Michael Roick und Paul Seelentag, zog der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, eine positive Bilanz der bisherigen Stiftungsarbeit in der Türkei. In seiner Rede betonte er auch die wichtige Rolle des Projektlandes vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in der arabischen Welt und stellte die Bedeutung der Türkei für die EU in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Zum Abschluss seiner Rede dankte der Stiftungsvorsitzende besonders den türkischen Kollegen des Istanbuler Teams, die die Kontinuität und Erfolg über die Jahre hinweg mit ihrem hohen Engagement und großen Professionalität garantiert haben.

Hamburg: ''Machen sie sich frei. Denn Freiheit ist alles!''

Wenn ein deutscher Kabarettist sein aktuelles Programm "Freiheit ist alles" nennt, dann ist das nicht nur ungewöhnlich. Er ist damit zugleich prädestiniert, eine "Rede zur Freiheit" zu halten. Vince Ebert hat dies mit großem Erfolg in Hamburg getan.

Auf den ersten Blick passt Ebert, 1968 im Odenwald geboren, als Comedian nicht in die inzwischen lange Reihe seiner Vorredner wie Peter Sloterdijk, Joachim Gauck oder Hans-Jürgen Papier – wer allerdings erwartet hatte, an diesem Abend im Haus der Hamburger Patriotischen Gesellschaft Comedy statt Philosophie geliefert zu bekommen, wurde aufs Angenehmste enttäuscht: Vince Ebert lieferte beides. Dass er dies unnachahmlich leisten kann, hatte er schon beim 4. Freiheitskongress der Stiftung bewiesen – im Anschluss lud ihn der Vorsitzende des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, spontan dazu ein, die Rede zur Freiheit in Hamburg zu halten.

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Wolfgang Gerhardt zum Verhältnis NATO-Russland

Bereits zum zweiten Mal hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit gemeinsam mit der Botschaft der Russischen Föderation hochrangige Experten zusammengebracht, um über das Verhältnis zwischen der NATO und Russland zu diskutieren. Der Titel lautete diesmal: „Verantwortung und Kooperation: Perspektiven einer ‚Strategischen Partnerschaft’ zwischen der NATO und Russland“.

Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, rief in der Russischen Botschaft in Berlin den Gästen das historische Datum ins Gedächtnis: „Am 70. Jahrestage des Überfalls auf Russland können wir glücklich sein, heute in dieser Form zusammenzukommen.“ Tatsächlich hat eine Veranstaltung in der Russischen Botschaft in Berlin über die friedliche Kooperation von Russland und NATO in Anwesenheit des polnischen Botschafters auch jetzt noch eine besondere Symbolkraft.

Wie die geopolitischen Verhältnisse seien auch das Nordatlantische Bündnis und seine Beziehungen im Wandel begriffen. Die NATO werde „zwar auch künftig ihre klassische Bündnisverteidigung wahrnehmen, sich aber verstärkt mit neuen Gefährdungen und Bedrohungen beschäftigen und ihre Konzepte und Planungen danach ausrichten.“ Russland sei dabei ein Partner mit einer großen Schnittmenge in den strategischen Interessen. Zu einer echten Partnerschaft gehöre aber auch die Existenz gemeinsamer Werte. Die Nordatlantische Allianz sei nicht nur ein Militärbündnis, sondern eben auch eine politische Wertegemeinschaft. Daher begrüßte Gerhardt ausdrücklich die wiederholte Ankündigung der russischen Führung, eine funktionierende Demokratie aufzubauen und rechtsstaatliche Standards einzuhalten.

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Wolfgang Gerhardt trifft Auslandsmitarbeiter der Stiftung


Wolfgang Gerhardt bei der AMK in Berlin
Über 30 entsandte Auslandsmitarbeiter der Stiftung für die Freiheit sind mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Inland, Gremienmitgliedern und Vertretern aus Politik und Gesellschaft in Berlin und Potsdam zusammengekommen. Prominente Gäste waren unter anderem die Bundesminister Niebel und Westerwelle.


Zurückhaltend im Detail, klar im Grundsatz definierten Wolfgang Gerhardt MdB als Vorsitzender des Vorstands und Rolf Berndt als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied den Rahmen für die Stiftungsarbeit. Wesentliche Elemente darin seien das liberale Ordnungsmodell, die Menschenrechte, der Schutz der Umwelt.


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Wolfgang Gerhardt in Hanoi: Stiftung will Büro in Vietnam eröffnen

Wolfgang Gerhardt MdB, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Manfred Richter, Mitglied des Vorstandes und Ulrich Niemann, Bereichsleiter für Internationale Politik, haben die vietnamesische Hauptstadt für politische Gespräche besucht.


Das Land mit 88 Millionen Einwohnern gehört zu den „asiatischen Tigern“ und hat sich durch eine "Doi Moi" genannte Politik der marktwirtschaftlichen Öffnung einen wirtschaftlichen Spitzenplatz in Südostasien erkämpft. Vietnam schüttelt in Rekordzeit das Image eines Entwicklungslandes ab. Damit verknüpft ist mittelfristig eine verstärkte entwicklungspolitische Rolle für die Region. Die Stiftung für die Freiheit hat das erkannt und strebt nach zehn Jahren konsequenterweise die Rückkehr an, nachdem sie von 1990 bis 2001 schon einmal in Vietnam tätig war.


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Wolfgang Gerhardt in Manila: Liberalismus ist eine Kultur


Wolfgang Gerhardt bei einem Interviewtermin in Manila
Wolfgang Gerhardt MdB hat Mitte Juni 2011 Manila besucht - unter anderem aus Anlass der Aktivitäten um den 25. Geburtstag der Stiftung für die Freiheit in den Philippinen.

Die Stiftung eröffnete das Büro in Manila nach der People Power Revolution im Jahr 1986.


Beim LI-Kongress in Manila wurde Gerhardt als Vizepräsident von Liberal International wiedergewählt.


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Berlin/St. Petersburg: Wolfgang Gerhardt trifft russische Liberale


In Berlin: Joachim Spatz MdB, Ryshkow, Kassjanow, Gerhardt
Die beiden Co-Vorsitzenden des liberalen Parteiprojektes "Partei der Volksfreiheit - gegen Willkür und Korruption" (PARNAS), Michail Kassjanow und Wladimir Ryshkow, haben auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Berlin besucht. Sie informierten den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt MdB, über den Stand der Registrierung ihrer Partei.

 

Sie hat derzeit 46.000 Mitglieder und Gliederungen in 52 Regionen Russlands. Derzeit liegen die Registrierungsunterlagen bei den russischen Behörden, die noch im Juni darüber entscheiden werden. Die beiden Vorsitzenden berichteten, dass derzeit in vielen Regionen die Behörden Druck auf die registrierten Mitglieder ausüben. Ihnen werden negative Folgen angedroht, falls sie ihre Mitgliedschaft aufrechterhalten.



Gerhardt und Jawlinskij bei einem Radio-Interview in St. Petersburg
Wolfgang Gerhardt erklärte dazu: "Ein offener und rechtsstaatlicher Registrierungsprozess ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines demokratischen Systems. Die deutschen Liberalen werden sehr genau beobachten, inwieweit die russische Führung ihren Ankündigungen von mehr Demokratie und Rechtsstaat Taten folgen lässt. Unsere liberalen Freunde in Russland haben die volle Unterstützung der deutschen Liberalen bei ihren Anstrengungen, eine Partei zu etablieren, die an den Werten von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Marktwirtschaft orientiert ist."

 

Zuvor hatte Wolfgang Gerhardt während eines Besuches in Russland eine Veranstaltung mit dem Gründer der liberalen Partei "JABLOKO", Grigorij Jawlinskij, bestritten. Vor ca. 100 Zuhörern in St. Petersburg diskutierten die beiden liberalen Politiker die Chancen und Perspektiven von Russland und Deutschland im globalen Wettbewerb. Beide Politiker waren sich einige, dass nur die konsequente Realisierung demokratischer und marktwirtschaftlicher Prinzipien die Möglichkeit eröffnet, in Zukunft Wohlstand zu schaffen und zu bewahren.

 

Ein gemeinsames Interview von Jawlinskij und Gerhardt beim größten unabhängigen russischen Radiosender "Echo Moskvy" gab den russischen Hörern einen Einblick in liberale Konzepte für die Modernisierung der beiden Gesellschaften. Sie diskutierten unter anderem über die beide Länder betreffenden Migrationsprozesse und deren Steuerung durch die jeweiligen Regierungen.

Rede zur Freiheit: Wolfgang Gerhardt begrüßt Peter Sloterdijk

Peter Sloterdijk, Schauspielerin Martina Gedeck und Wolfgang Gerhardt
Peter Sloterdijk, Schauspielerin Martina Gedeck und Wolfgang Gerhardt
Die 5. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor stand unter der Überschrift "Stress und Freiheit". Im bis auf den letzten Platz besetzten Allianz-Stiftungsforum zog Peter Sloterdijk seine Zuhörer über eine Stunde lang in seinen Bann.


Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor
Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor
Sloterdijk forderte dem Publikum, wie es nicht anders zu erwarten war, volle Konzentration ab. Mit Erfolg - lediglich von Zwischenapplaus an der einen oder anderen Stelle unterbrochen, war es von der ersten bis zur letzten Minute ruhig, viele Zuhörer schlossen die Augen, um sich voll und ganz auf den Redner zu konzentrieren. Sloterdijk bot genau das, was Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit angekündigt hatte - ein "intellektuelles Vergnügen, das aber sicher auch mit Anstrengungen verbunden ist."


Den vollständigen Bericht und die Videodokumentation finden Sie hier auf der Seite der Stiftung für die Freiheit

Wolfgang Gerhardt als Vorsitzender der Stiftung für die Freiheit wiedergewählt


Wiedergewählt: Wolfgang Gerhardt
Das Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat am 1. April unter Leitung seines Vorsitzenden Prof. Jürgen Morlok den Stiftungsvorstand neu gewählt.

 

Als Vorsitzender des Vorstands einstimmig bestätigt wurde Wolfgang Gerhardt MdB. Ebenfalls wiedergewählt wurden Wolf-Dieter Zumpfort und Axel Hoffmann als Gerhardts Stellvertreter, Manfred Richter als Schatzmeister, Rolf Berndt als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied sowie Irmgard Schwaetzer und Peter Röhlinger MdB als weitere Vorstandsmitglieder. Gerhardt war 2006 zum Nachfolger von Otto Graf Lambsdorff an die Stiftungsspitze gewählt und 2007 erstmals im Amt bestätigt worden.

 

Gerhardt nach seiner Wahl: "Ich freue mich von ganzem Herzen über meine Wiederwahl und nehme die Verantwortung an der Spitze der Stiftung gerne weitere vier Jahre wahr. Sie leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Freiheit in Deutschland und weltweit."

 

Ins Kuratorium gewählt wurde FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Als Kuratoriumsmitglieder bestätigt wurden Hinrich Enderlein, Detlef Kleinert, Prof. Jürgen Morlok und Ruth Wagner.

Veranstaltung in Berlin über den demokratischen Aufbruch in der arabischen Welt

Maghreb: „Der Geist der Freiheit ist aus der Flasche …“

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat in Berlin zu einer Diskussionsveranstaltung mit herausragenden Experten aus Ägypten und Tunesien sowie aus Deutschland geladen und Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung, konnte die Gäste in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal begrüßen. Unter der Moderation von Ronald Meinardus, Leiter des Regionalbüros Mittelmeerländer der Stiftung in Kairo, wurde die Frage diskutiert: Gibt es eine demokratische Zukunft für die arabische Welt?


Wolfgang Gerhardt
Auch wenn die Kameras von CNN längst nicht mehr jeden Tag auf den Plätzen von Kairo und Tunis stehen und neue weltpolitische Ereignisse die revolutionären Prozesse in der arabischen Welt mittlerweile überlagern, so wollen doch viele Menschen wissen, wie es nach dem Ende der langjährigen Herrscher in Tunesien und Ägypten nun weitergeht.


Bericht von der Veranstaltung


Filmbericht von der Veranstaltung

Vince Ebert beim Freiheitskongress der Stiftung

Eines konnte man schon im Vorfeld des 4. Freiheitskongresses der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit sicher prognostizieren: Es wird überdurchschnittlich viel zu lachen geben. Gehörte doch neben zwei Wissenschaftlern und einer Politikerin auch ein Kabarettist zu den Referenten.

 

Wolfgang Gerhardt
Wolfgang Gerhardt
Alle vier referierten und diskutierten – erstmals im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin – zum Thema "Zwischen Populismus und Aufklärung". Ganz besonders im Hinblick auf politische Streitfragen, die nur mit naturwissenschaftlichem Hintergrund zu lösen sind. In den Bereichen Umweltschutz, Biowissenschaften, Klimawandel, Energieversorgung und Gentechnik sei da in letzter Zeit, so der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt MdB, nicht immer die Kultur eines fairen Diskurses vorherrschend gewesen, sondern Versuche mancher Beteiligter, eine Diskurshoheit zu gewinnen. "Dabei wurde mit Daten ganz außergewöhnlich umgegangen", so Gerhardt, "auch in Medienlandschaften, die Seiten mit dem Ozonloch füllten und mit dem Waldsterben und deren heutige Nachbearbeitung derselben Themen man mit dem Elektronenmikroskop suchen muss."

 

Bundestagsvizepräsident Solms und Staatssekretär Otto mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Stiftung Berndt
Bundestagsvizepräsident Solms und Staatssekretär Otto mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Stiftung Berndt
Grund genug, beim Freiheitskongress Persönlichkeiten zu Wort kommen zu lassen, die jede auf ihre Weise vom gefühlten wissenschaftlichen Mainstream abweichen: Walter Krämer, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund, bekannt durch sein Buch „Lexikon der populären Irrtümer“. Christel Happach-Kasan MdB (FDP), Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion und Befürworterin von Gentechnik im Pflanzenanbau. Dann Hans von Storch, Klimaforscher und Meteorologe, Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum in Geesthacht, der sich gegen Alarmismus in Sachen Klimawandel ausspricht und schließlich Vince Ebert, studierter Physiker, Kabarettist und Autor, der gerade mit seinem Programm „Freiheit ist alles“ auf Tournee durch Deutschland und in der Schweiz ist.


Zum ausführlichen Bericht

Für Freiheit und Fairness - Wolfgang Gerhardt zieht Bilanz

Im Jahr 2010 hat sich Wolfgang Gerhardt mit der Neuauflage seiner Schrift "Für Freiheit und Fairness" auf Veranstaltungen in ganz Deutschland der Diskussion gestellt. Seine Überlegungen zu einer Reform des Sozialstaates hatte Gerhardt darin zusammengefasst. Auch auf andere relevante politische Fragen der Gegenwart wie die Finanzmarktkrise geht Gerhardt in der Schrift ein. Deren Folgen spürten die Menschen nach wie vor. Trotzdem müsse wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wettbewerb als etwas Positives begriffen werden. Andererseits gelte: „Was zur Sicherung der Freiheit hinzukommen muss, sind Überzeugungen und ein Bewusstsein für Institutionen und Regeln.“

In einem Interview zieht der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit jetzt Bilanz:

Vargas Llosa bedankt sich bei Wolfgang Gerhardt


Mario Vargas Llosa erhält den Freiheitspreis 2008 aus den Händen von Wolfgang Gerhardt
Am 10. Dezember 2010 wird Mario Vargas Llosa in Stockholm mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. In einem Schreiben bedankte sich der Schriftsteller bei Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, für die kontinuierliche Unterstützung durch die Stiftung.


"Ich habe eine langjährige Beziehung zur Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit", schreibt Vargas Llosa, "die uns zwischen 1987 und 1990 während meiner Präsidentschaftskampagne sehr geholfen hat und auf vielen Wegen dazu beitrug, in Peru eine Kultur der Freiheit zu fördern. Ich erinnere mich bewegt und mit Stolz an die Verleihung des Freiheitspreises in der Paulskriche, bei der Du während des schönen Festaktes so ausgesuchte Worte fandest."

Der Träger des Freiheitspreises 2008 der Stiftung drückte seine Hoffnung aus, auch in der Zukunft mit der Stiftung für die Freiheit zusammenarbeiten zu können, "denn die unsere Arbeit leitenden bürgerschaftlichen und politischen Ideale sind in Deutschland so gültig wie in Peru und ganz Lateinamerika."

Das Schreiben Mario Vargas Llosas in spanischer Sprache und in der deutschen Übersetzung

Barcelona: Wolfgang Gerhardt nimmt Preis für Stiftung entgegen

Josep Soler Albertí, Montserrat Trueta, Wolfgang Gerhardt und Carles A. Gasòliba
Josep Soler Albertí, Montserrat Trueta, Wolfgang Gerhardt und Carles A. Gasòliba
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist in Barcelona mit dem angesehenen "Ramon Trias Fargas Memorial Award 2010" ausgezeichnet worden. Der Vorsitzende des Vorstands, Wolfgang Gerhardt, war dazu nach Barcelona gereist.

Die Preisverleihung fand im renommiertesten Club Barcelonas statt und wurde durch die Stiftung Fundacio Llibertat y Democràcia ausgerichtet, deren Präsident der ehemalige Europaabgeordnete Carles A. Gasòliba ist.

Gasòliba schilderte kurz den Werdegang des Namensgebers des Preises und erinnerte an frühere Preisträger, darunter Hans-Dietrich Genscher, Simone Veil, David Steel, Antonio Garrigues Walker, Colin Eglin und Bronislaw Geremek.


Josep Soler Albertí, Montserrat Trueta, Wolfgang Gerhardt und Carles A. Gasòliba
Der Vizepräsident der LLiD-Stiftung, Josep Soler-Albertí, bezeichnete die nunmehr seit 52 Jahren geleistete Arbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit als "eine Erfolgsgeschichte, die wohl alles in den Schatten stellt, was liberale Institutionen sonst zu leisten vermögen." Das Eintreten der Stiftung für die Freiheit in aller Welt erläuterte Soler-Albertí an verschiedenen Beispielen. Er habe, wie viele junge Liberale weltweit, seine "ersten und ausschlaggebenden Lektionen in Sachen Liberalismus" von der Stiftung erhalten, unter anderem an der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach.

Die Überreichung der Auszeichnung übernahm schließlich die Witwe des Namensgebers, Montserrat Trueta. Wolfgang Gerhardt nahm den Preis für die Stiftung entgegen und bedankte sich. In seiner Rede stellte Gerhardt vor allem die internationale Arbeit der Stiftung in über 60 Ländern vor und betonte, Liberalismus sei mehr als ein Parteiprogramm - "Liberalismus, das ist eine Kultur des Überzeugtseins von Freiheit, Menschenrechten und verantwortlichen Gesellschaften".

Der Namensgeber der Auszeichnung, Ramon Trias Fargas (1922-1989), war Jurist und Politiologe, verbrachte die Zeit von 1936 bis 1949 im Exil in Kolumbien und den USA und erwarb den MA/Economy an der University von Chicago. 1972 gründete Trias Fargas die liberale katalanische Bewegung Llibertat y Democràcia und 1974 die liberale Partei "Esquerra Democràtica de Catalunya" deren Präsident er wurde. 1978 vereinigte Trias Fargas seine Partei mit der Unabhängigkeitsbewegung von Jordi Pujol zur "Convergència Democràtica de Catalunya (CDC)" deren Präsident er daraufhin wurde. Die CDC wurde zur entscheidenden Partei der Autonomie Kataloniens.


Die Reden zum Download (engl., PDF):

Carles A. Gasòliba
Josep Soler-Albertí
Wolfgang Gerhardt

Wolfgang Gerhardt überreicht Necla Kelek den Freiheitspreis 2010


Necla Kelek, Wolfgang Gerhardt
Die Soziologin Necla Kelek hat in der Frankfurter Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit erhalten. "Uns war klar, dass diese unsere Wahl nicht ohne Widerspruch bleiben würde; dass es Menschen geben würde, die mit den Thesen von Frau Kelek nicht übereinstimmen oder sich sogar provoziert fühlen", sagte die Vorsitzende der Jury, Karen Horn. "Wir ersuchen all die, auf die dies zutreffen mag, um ein wenig Besonnenheit, um Toleranz und Respekt nicht zuletzt gegenüber dem hohen Gut der Meinungsfreiheit. Wir fordern dies gerade wegen der Freiheit, unserem höchsten Gut."

 
Necla Kelek ist die dritte Trägerin des Freiheitspreises, 2006 war die Auszeichnung an Hans-Dietrich Genscher gegangen, 2008 an den Schriftsteller Mario Vargas Llosa, der unlängst mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.


 "Die Jury hat eine großartige Entscheidung getroffen", stellte der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung, Wolfgang Gerhardt MdB, in seiner Begrüßung in der bis auf den letzten Platz besetzten Paulskirche fest. Necla Kelek verkörpere "eine Maßstäblichkeit in religiösem Bekenntnis und Freiheitswillen in Menschenrechten, vor allem in ihrem Engagement für die Rechte von Frauen." Sie sei in ihrem Selbstvertrauen tapfer und bescheiden zugleich ? ein großartiges Beispiel des Willens und der Fähigkeit zum Dialog. Gerhardt weiter: "Sie kehrt nichts unter den Teppich. Sie stellt sich in klaren Debatten erkennbar. Sie weicht nicht aus. Sie will ganz einfach nicht den Vertretern konfrontativer Weltsicht allein die Bühne überlassen.


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Literaturnobelpreis: Wolfgang Gerhardt gratuliert Mario Vargas Llosa

Freiheitspreis 2008: Wolfgang Gerhardt (mi.) und Jürgen Morlok (Vors. des Kuratoriums, re.) zeichnen Mario Vargas Llosa (li.) aus
Freiheitspreis 2008: Wolfgang Gerhardt (mi.) und Jürgen Morlok (Vors. des Kuratoriums, re.) zeichnen Mario Vargas Llosa (li.) aus
Der Träger des Freiheitspreises 2008 der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Mario Vargas Llosa, erhält den Literaturnobelpreis 2010. Der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung, Wolfgang Gerhardt, gratuliert Vargas Llosa: "Die Verleihung des Literaturnobelpreises an Mario Vargas Llosa erfüllt uns mit großer Freude. Wo autokratische Führungsstile in Süd- und Mittelamerika vorherrschen", so Gerhardt, "zeigt Mario Vargas Llosa eine klare freiheitliche Haltung." Der neue Literaturnobelpreisträger sei ein politischer Intellektueller im besten Sinne: "Er ist phantasievoll und gradlinig, umfassend gebildet und meinungsstark, mutig und offensiv."

Gerhardt wies auf die intensive Zusammenarbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit Vargas Llosas Stiftung Fundación Libertad hin und auf die Kandidatur des Schriftstellers bei den Präsidentschaftswahlen in Peru 1990, bei denen er Alberto Fujimori unterlag. "Um wie viel besser wäre es um Peru bestellt gewesen, wenn Mario Vargas Llosa damals gewonnen hätte", sagte Gerhardt.

Mario Vargas Llosa habe viele sehr persönliche Erfahrungen und Beobachtungen literarisch festgehalten. "Aber er hat sein Leben keineswegs zwischen zwei Buchdeckeln gelebt. Er hat sich den Herausforderungen seiner Zeit gestellt und ist mit seinem demokratischen Engagement mit gutem Beispiel vorangegangen", so Gerhardt.

Freiheitspreisverleihung 2008 an Mario Vargas Llosa (Bericht, Broschüre, Videos)

Wolfgang Gerhardt vs. Ralf Fücks: Freiheit und Gleichheit

Grüne und FDP sind sich in herzlicher Feindschaft verbunden. Im Gespräch mit der WELT diskutierten Dr. Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, und Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, wie weit diese Kluft durch inhaltliche Differenzen gerechtfertigt ist.

Zur Einwanderungsdebatte merkte Fücks an, bei den Grünen seien Migranten am stärksten politisch repräsentiert. "Wir reden nicht nur über Migranten, bei uns findet der Dialog mit ihnen täglich statt." Gerhardt hielt dem entgegen: "Wir haben in Deutschland eine bestimmte Werteordnung, die gibt das Grundgesetz vor. Daraus leiten wir bestimmte Positionen ab, die für jeden, der in Deutschland leben will, gelten müssen. Das sagen die Grünen weniger deutlich als wir."

Lesen Sie das Streitgespräch in der WELT

Stiftung würdigt 20 Jahre ''Zwei-plus-Vier-Vertrag''


Der frühere französische Außenminister Roland Dumas, Hans-Dietrich Genscher und Wolfgang Gerhardt
Vor zwanzig Jahren, im September 1990, wurde in Moskau der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet. Er gilt als einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur Deutschen Einheit und wird gerne als „diplomatische Meisterleistung“ bezeichnet.



Veranstaltung im Allianz Stiftungsforum in Berlin
Aus Anlass dieses Jahrestages hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu einer Festveranstaltung mit u.a. Hans-Dietrich Genscher, Markus Meckel und Bundesaußenminister Guido Westerwelle nach Berlin eingeladen. Ihr Titel – „Ein Dokument des Friedenswillens aller Beteiligter…“ – griff ein Zitat Hans-Dietrich Genschers auf, der für die damalige Bundesrepublik am Verhandlungstisch saß. Die Stiftung wollte an die historische Bedeutung des Vertragswerks erinnern, aber auch nach vorne blicken und die Frage nach der Zukunft der europäischen Staatengemeinschaft erörtern. Rund 450 Gäste waren der Einladung in die Allianz Repräsentanz am Pariser Platz in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor gefolgt.


Das Schlusswort der Veranstaltung hielt Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit. Das 1949 in Kraft getretene Grundgesetz sei Deutschlands erste „internationale Visitenkarte“, die friedliche Revolution in der DDR vierzig Jahre später die zweite. Die Deutschen rief Gerhardt dazu auf, auf beides stolz zu sein, denn: „Wer sich selbst nicht mag, der kann auch niemanden integrieren.“


Zum ausführlichen Bericht und zum Video von der Veranstaltung

''Rede zur Freiheit'': Wolfgang Gerhardt begrüßt Wolfgang Clement


Wolfgang Gerhardt und Wolfgang Clement
Wolfgang Clement hat auf Einladung von Dr. Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, in Augsburg eine „Rede zur Freiheit“ gehalten. Clement kritisierte dabei die staatliche Regulierungswut, in der sich ein Misstrauen in Bürger und Unternehmen, Schulen und Hochschulen, ja sogar in die eigenen Behörden zeige. Clement: „Unser Land ist rechtlich verregelt, verriegelt, verreguliert.“



Parktheater im Kurhaus Göggingen (Augsburg)
In Sachen Grüner Gentechnik forderte der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Superminister im Kabinett Schröder: „Gebt der deutschen Wissenschaft die Freiheit zurück!“ Clement mahnte auch eine radikale Reform des deutschen Föderalismus an: „Nur noch sechs bis acht Länder, eine Beendigung des Länderfinanzausgleichs und aller Bund-Länder-Mischfunktionen“.

Der Einladung der Stiftung für die Freiheit in das Parktheater im Kurhaus Göggingen, Augsburg, waren über 250 Gäste gefolgt.


Zum ausführlichen Bericht mit den Manuskripten der Redner

Wolfgang Gerhardt zu politischen Gesprächen in Brüssel


Oettinger und Gerhardt
Wolfgang Gerhardt
, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, hielt sich im Juni zu Gesprächen in Brüssel auf. Im Europäischen Parlament traf Gerhardt die Präsidentin der European Liberal and Democrat Reform Party Annemarie Neyts-Uyttebroeck MdEP, außerdem die Abgeordneten Silvana Koch-Mehrin und Daniel Cohn-Bendit sowie die EU-Kommissare Neelie Kroes, Siim Kallas und Günther Oettinger.


Lesen Sie den Bericht auf www.freiheit.org

Freiburg: Gerhardt eröffnet Lord Ralf Dahrendorf Lecture


Podiumsdiskussion in Freiburg
Dem Namensgeber hätte es gefallen. Religion und Wertekrise, der Westen und die Rolle der Zivilgesellschaft, politische Philosophie und Grundgesetzpatriotismus - es waren die großen Themen, die Gretchenfragen, weiten Felder und letzten Dinge, um die sich bei der Lord Ralf Dahrendorf Lecture in Freiburg alles drehte.

 


Wolfgang Gerhardt begrüßt Walter Scheel
Im Juni 2009 war Dahrendorf verstorben, nur wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag. Ein Jahr später lud die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ins Konzerthaus der südbadischen Metropole ein, um ihn, den Soziologen, Publizisten, Politiker und ehemaligen Vorsitzenden ihres Vorstands, mit einer nach ihm benannten Abendveranstaltung zu würdigen. Sie stand unter dem Titel "Der Islam und der Westen". Knapp 400 Gäste waren der Einladung gefolgt.

 

Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, erinnerte in seiner Begrüßung an die Verbundenheit des Lords mit Freiburg, vor allem an die geistigen Spuren, die er in den Freiburger Thesen hinterlassen hatte. Im vergangenen September war eine Veranstaltung mit Dahrendorf im Auditorium Maximum der hiesigen Universität geplant, in Erinnerung an seinen Beitrag zur programmatischen Profilierung des deutschen Liberalismus. Der Tod des Lords hatte diesen Plan zunichte gemacht.


Lesen Sie mehr bei www.freiheit.org. Dort finden Sie auch eine komplette Videodokumentation der Veranstaltung.

Wolfgang Gerhardt eröffnet Walter-Scheel-Kolloquium

Das erste Walter-Scheel-Kolloquium zur Außen- und Entwicklungspolitik der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat sich in Berlin damit befasst, welche Herausforderungen scheiternde und schwache Staaten für eine globale Außen- und Entwicklungspolitik bedeuten.


Wolfgang Gerhardt MdB griff in seiner Keynote den Veranstaltungstitel auf, in dem er darauf hinwies, dass nicht nur Staaten zerbrechlich sind, sondern die Demokratie an sich – und darauf müsse man immer wieder aufmerksam machen. Gerhardt orientierte seine Keynote an drei weltpolitischen Entwicklungen, über die Henry Kissinger kürzlich geschrieben habe: Der Umbau des traditionellen nationalstaatlichen Systems in Europa, die Herausforderung des radikalen Islamismus und die Verlagerung des Gravitationszentrums internationaler Politik vom Atlantik in Richtung Indischer und Pazifischer Ozean.

 
Bei aller Veränderung, bei alle aktuellen komplexen Herausforderungen, so Gerhardt, dürfe aber nicht übersehen werden, dass es schon immer Gesellschaften gab, die sich im virtuellen freien Fall befinden und schwache Regierungen, die ihrer Bevölkerung einen fairen Anteil am Wohlstand vorenthalten, nichts tun, um Armut zu lindern und einen sozialen Mindeststandard zu sichern. "Regierungen sind oft rhetorisch stark, aber enttäuschend langsam, wenn es um die Umsetzung ihrer Ankündigungen geht", sagte der ehemalige FDP-Vorsitzende. Markt und Moral, Markt und Charakter, Markt und Spielregeln – diese Kombination sei kein Widerspruch, sondern Voraussetzung für Erfolg.


Lesen Sie den ausführlichen Bericht zum Walter-Scheel-Kolloquium bei www.freiheit.org

Genscher und Familie Schewardnadse besuchen Stiftung


Wolfgang Gerhardt, Paata Schewardnadse, Hans-Dietrich Genscher
Hans-Dietrich Genscher
und die Familie von Eduard Schewardnadse zu Gast im Truman-Haus, dem Sitz der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Potsdam. Die Begegnung unter dem Thema "Von der Potsdamer Konferenz zur Einheit in Freiheit: 1945 - 1990 - 2010" fand aus Anlass der Premiere des Dokumentarfilms "Eduard Schewardnadse - Leben und Wirken für die Deutsche Wiedervereiniung" statt. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Eduard Schewardnadse selbst leider nicht anreisen. Die achtköpfige georgische Delegation wurde durch seinen Sohn Paata Schewardnadse, ehemaliger UNESCO-Direktor, angeführt.


Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, stellte im Kaminzimmer des Truman-Hauses die internationale Arbeit der Stiftung vor und würdigte die Verdienste von Hans-Dietrich Genscher und Eduard Schewardnadse um die Deutsche Wiedervereinigung.


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Rede zur Freiheit mit Prof. Nolte


Wolfgang Gerhardt, Paul Nolte
Er selbst bezeichnet sich als neokonservativ mit Sympathie für schwarz-grüne Bündnisse - das versprach neue Sichtweisen zum Thema "Freiheit". Professor Paul Nolte, "shooting star" unter den Historikern, hielt auf Einladung von Wolfgang Gerhardt am Pariser Platz die 4. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor.

Gleich zu Beginn lud Nolte das Publikum ein, mit ihm gemeinsam über "ein neues Verständnis von Freiheit" nachzudenken, ein Freiheitsverständnis, das "unpathetisch und nah an den Erfahrungen" sein solle, "ohne die übertriebene Fixierung auf den Staat und doch nicht unpolitisch."

Einen ausführlichen Bericht, Bilder und Manuskripte finden Sie bei der Stiftung für die Freiheit.

''Für Freiheit und Fairness'' - Wolfgang Gerhardt unterwegs

Wolfgang Gerhardt bei der Auftaktveranstaltung in Saarbrücken mit Moderator Peter Stefan Herbst, Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung
Wolfgang Gerhardt bei der Auftaktveranstaltung in Saarbrücken mit Moderator Peter Stefan Herbst, Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung
"Für Freiheit und Fairness" - die vom Vorstandsvorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, initiierte Reihe, beschäftigt sich mit der zentralen Frage: Erreicht man mehr soziale Gerechtigkeit durch Umverteilung oder durch ein Umdenken hin zu mehr Eigenverantwortung des Einzelnen?


''Für Freiheit und Fairness'' - Neuauflage 2010
Die Veranstaltungsreihe "Für Freiheit und Fairness" führt Wolfgang Gerhardt durch ganz Deutschland. Geplante Termine sind:

14.04.2010: Lüdenscheid

15.04.2010: Bonn

16.04.2010: München

17.05.2010: Aalen

26.05.2010: Halle/Saale oder Magdeburg

27.05.2010: Bremen

24.06.2010: Ahrensburg Kr. Stormarn

21.09.2010: Mainz

22.09.2010: Bad Homburg

 

Details erfahren Sie hier.

Die Neuauflage 2010 von "Für Freiheit und Fairness" ist erschienen:
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''...freiheitliche Ansätze aufzeigen, die über den Tag hinausweisen''

Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, schreibt in einem Beitrag der neuen liberal-Ausgabe über die faszinierende Vielfalt einer freiheitlichen Gesellschaft. Der  Titel: "Für die Freiheit".

Bei aller Freude über den Ausgang der Bundestagswahl, so Gerhardt, "muss aber gleichwohl klar sein: Die Chance, dass in dieser Bundesregierung liberale, freiheitliche Politik zu einhundert Prozent durchgesetzt werden kann, ist nicht allzu groß ? vielmehr wird es notwendig sein, Kompromisse zu suchen und letztendlich auch zu finden, die die Grundsätze und Interessen beider an der Regierung beteiligter Seiten im ausreichenden Maße wahren.

Umso wichtiger wird es sein, über die politische Arbeit in der Bundesregierung hinaus freiheitliche Ansätze aufzuzeigen, die über den Tag hinausweisen, die vielleicht derzeit noch utopisch oder nicht realisierbar sind, die aber geeignet sind, die Sache der Freiheit zu befördern. Dies wird eine der vorrangigen Aufgaben der Stiftung für die Freiheit sein."

 

Lesen Sie: Für die Freiheit - Von der faszinierenden Vielfalt einer freiheitlichen Gesellschaft von Wolfgang Gerhardt

''Merkwürdig abstrakte Diskussionen'' - Wolfgang Gerhardt zur Debatte um Bildungsgutscheine

Die Diskussion um Gutscheine ist der Ausdruck einer tiefen Verunsicherung über die Fähigkeit vieler Familien, ihre Kinder ordentlich zu erziehen, sie zur Schule zu schicken, ihnen ein Frühstück zu bereiten und ein Mindestmaß an Zivilisiertheit zu vermitteln. Sie unterliegt allerdings auch der Gefahr, besserwisserisch daher zu kommen. Es gibt eben auch Familien, die mit Kindergeld etwas Produktives für ihre Kinder unternehmen und es gibt mit Sicherheit Familien, die mit dem Betreuungsgeld genau auf das abzielen, was auch Sinn einer Familie ausmacht: Sich um die Kinder dann wirklich zu kümmern. Ich kenne jedenfalls Familien, die sich um ihre Kinder kümmern und bei denen die Partner dafür beruflichen Verzicht leisten und ich kenne Familien, die engagiert beruflich tätig sind und die Angebote nutzen, die es für Kinderbetreuung gibt. Beiden ist kein Vorwurf zu machen und beide müssen in ihrer jeweiligen Lebens- und Familienauffassung respektiert werden.


Die Koalition aus CDU/CSU und FDP muss beiden Lebensentscheidungen gerecht werden. Dass das nicht einfach war, musste bei den Koalitionsverhandlungen schon jedem bekannt sein. Mir erscheint angesichts vieler Kinderschicksale, die wir beobachten können, eine Gutscheindiskussion legitim. Sie darf allerdings die Grenze nicht überschreiten, die darin besteht, dass wir aus der Politik nicht in jede Familie hineinsehen können. Die Politik kann Angebote unterbreiten, sie kann Betreuungsplätze organisieren, sie muss die Entscheidung aber bei den Familien belassen. Wer diese Diskussion total führt, der muss sich auch fragen lassen, warum das Kindergeld ausgezahlt wird. Denn was für das Betreuungsgeld gilt, mit Hinweis auf die Zweifel, ob es am Ende wirklich Kindern zu gute kommt, vor allem aus Problemfamilien, der muss das erst recht bei dem Thema Kindergeld anführen. Es ist also Vorsicht geboten, wenn man sich nur auf die eine oder andere Seite schlägt.

 

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat sich zuletzt zweimal an der Ausbildung von Familienhebammen beteiligt. Für uns war es nie mit einem Angebot an Betreuungsplätzen getan. Wer ernsthaft für die Rechte von Kindern eintritt, muss, wie Pestalozzi es einmal gesagt hat, in der ersten Stunde dabei sein. Nach seiner Überzeugung war die erste Unterrichtsstunde die Stunde der Geburt. Deshalb braucht eine werdende Mutter nicht nur Rahmenbedingungen mit Kindergeld oder Betreuungsgeld oder Hortplätzen oder einem Kindergartenplatz. Sie braucht vor allem, gerade in den Familien die uns vor Augen stehen, wenn sie es wünscht, eine Begleitung schon vor der Geburt und eine Betreuung und Beratung nach der Geburt.

 

Dabei muss nicht alles staatlich flächendeckend und kollektiv geregelt werden. Es würde völlig genügen, wenn sich der eine oder andere Oberbürgermeister oder Landrat, die eine Oberbürgermeisterin, Bürgermeisterin oder Landrätin, ganz einfach in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich darum kümmern würden, dass Hebammen zu Familienhebammen ausgebildet werden, dass die entsprechenden Summen zur Verfügung gestellt werden und dass ein sogenanntes Backoffice für ihre permanente Betreuung und Beratung an einer Universität, an einer Fachhochschule mit Psychotherapeuten und Sozialarbeitern, in dem einen oder anderen Fall zur Verfügung steht.

 

In Deutschland gehen die Diskussionen über frühkindliche Bildung und Erziehung und über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf so merkwürdig abstrakt vor sich. Und sie münden immer in der Aufforderung an andere, etwas zu tun. Selten ergreift jemand ganz einfach selbst eine Initiative. Sie könnte aber genau da beginnen, wo Kinder geboren werden. Und sie kann nicht in der reinen Alimentierung von Familien enden, sondern muss in ihrer Ermutigung zur Selbstverantwortung bestehen.

 

Foto: Gregor Sticker - Waldkindergarten Duesseldorf

Gerhardt: Die Welt der Zukunft ist eine Welt des Lernens

Gerhardt, Bueb, Dzembritzki, Gause, Hasenclever, von Hentig
Gerhardt, Bueb, Dzembritzki, Gause, Hasenclever, von Hentig
Beim 3. Freiheitskongress der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit stand die Bildung im Vordergrund - und die Frage, wie Kinder zu verantwortungsbewussten und zugleich freien Menschen erzogen werden können. "Die Welt der Zukunft ist eine Welt des Lernens" - mit diesen Worten unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt die Bedeutung einer soliden schulischen Ausbildung.

Antworten auf diese Frage formulierten der Pädagoge und Publizist Professor Hartmut von Hentig, der ehemaliger Leiter des Internats Schule Schloss Salem, Bernhard Bueb, der vormalige Leiter der Rütli-Schule, Aleksander Dzembritzki, und Professor Wolf-Dieter Hasenclever, Leiter des Niedersächsischen Landesamts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, in ihren Vorträgen und bei der anschließenden Podiumsdiskussion.

Ausführlicher Bericht und Videodokumentation

Flagge zeigen! Ein Ausblick auf 2010

Durch das durch die Bundestagswahl veränderte politische Feld muss die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ein besonderes Augenmerk auf Themen richten, die in Gesellschaft und Politik eine Rolle spielen und spielen werden. Der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Gerhardt hat dies in einem Papier unter dem Titel "Flagge zeigen!" getan - ein Ausblick auf 2010.

"Hierzulande ist die Unkenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge bedenklich", schreibt Wolfgang Gerhardt, "und die geschmäcklerische Ablehnung der Marktwirtschaft geradezu Pflicht, wenn man als intellektuell anspruchsvoll gelten will." Über die geschichtlichen Schleifspuren der Alternativen werde dabei gern hinweggesehen. Gerhardt weist darauf hin, dass überall dort, wo Wettbewerb und Markt aus politischen Gründen ausgeschaltet worden sind, sich unkontrollierte wirtschaftliche und politische Macht entwickelt habe. "Den Menschen ist es dadurch nicht besser gegangen. Die propagierte soziale Freiheit hat am Ende überall die persönliche Freiheit zerstört."

Neben der Wirtschafts- und Sozialpolitik streift Wolfgang Gerhardt in seinen Ausführungen auch wichtige Themenfelder der Außenpolitik, etwa die Lage in Afghanistan, im Nahen Osten und die Rolle der transatlantischen Zusammenarbeit.


Lesen Sie Flagge zeigen! Ein Ausblick auf 2010 von Wolfgang Gerhardt

Gastbeitrag für FOCUS v. 14.12.2009

Wolfgang Gerhardt würdigt Otto Graf Lambsdorff


Otto Graf Lambsdorff (1926-2009)
Der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff, von 1995 bis 2006 Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, ist am 05.12.2009 im Alter von 82 Jahren gestorben. Wolfgang Gerhardt würdigt seinen Vorgänger im Amt des Vorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in einem Gastbeitrag für den FOCUS vom 14.12.2009:

 

Als Otto Graf Lambsdorff einmal gefragt wurde, wovon er sich wünsche, dass es dereinst in den Geschichtsbüchern über ihn stehen solle, war seine Antwort: dass er versucht habe, ein ordentlicher Mensch zu sein und dass er mit Nachdruck für die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung eingetreten sei. Es wird mehr über ihn nachzulesen sein.

 

Otto Graf Lambsdorff forderte viel von sich selbst, er war ein Mann mit geradem, unbezähmbarem Willen zu Urteilsfähigkeit, Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Eigenschaften, die John Stuart Mill mit den Sätzen beschreibt, dass jede Kultur der Freiheit unverzichtbare Voraussetzungen in Menschen braucht, die Freiheit lieben, die Rechtschaffenheit achten und ihre Kultur mit dem eigenen Lebensentwurf in die Zukunft hineintragen. Graf Lambsdorff wollte auf solche Erwartungen auch an Andere nicht verzichten. Das merkte man in jedem Gespräch, wenn man es merken wollte, das hörte man in jeder Rede, wenn man wirklich zuhörte, und das spürte man bei jeder Begegnung. Diejenigen, so wollte er verstanden wissen, die im Leben die ihnen gegebenen Chancen durch eigene Tatkraft zu nutzen wussten, von denen musste man Kenntnis von Sachverhalten, menschliche Kompetenz und eine Kultur des Dialoges und auch der Streitbarkeit erwarten dürfen, die unser kulturelles Erbe bereitstellt. Ein gebildeter Bürger mit einer anerzogenen und in Selbstdisziplin gelebten Zivilisiertheit wie Graf Lambsdorff hielt das in einer Art und Weise für selbstverständlich, dass er ungeduldig werden konnte, wenn erfolgreichen Menschen diese charakterliche Mitgift fehlte.

 

Er redete nie um den Brei herum. Er war höflich und direkt zugleich. Er war aber ebenso barmherzig. Er nahm Anteil an Schicksalen und teilte sich denen, die schwierige Lebenssituationen zu bewältigen hatten, in unnachahmlich Anteil nehmender Geste mit. Er sprach darüber öffentlich wenig. Er wollte, dass es von denen verstanden wurde, die es betraf und die es etwas anging. Das staatliche Budget war für ihn nie die letzte Auskunftsstelle für soziale Kompetenz und menschliche Qualität.

 

Graf Lambsdorff hat Marktwirtschaft als eine regelgeleitete und diskriminierungsfreie Wirtschaftsordnung freiheitlicher Gesellschaften verstanden. Sie war für ihn kein "cold project", auch wenn es ihm viele andichteten. Für die Marktwirtschaft gelten Spielregeln. Es geht um einen fairen Wettbewerb. Er wusste, dass dort, wo beides ausgeschaltet wird, sich unbegrenzte und unkontrollierte wirtschaftliche wie politische Macht entfaltet. Die Schleifspuren solcher Systeme nahm er noch lange nach der Vereinigung seines Vaterlandes - so verstand er Deutschland ? auf. Die vermeintliche soziale Freiheit unter den Beglückungsbannern hatten zu viele mit ihrer ganz persönlichen Freiheit bezahlen müssen.

 

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Diskussion ist Ausdruck einer tiefen Verunsicherung

Wolfgang Gerhardt zum Betreuungsgeld


Foto: a4gpa auf flickr.com
Die Diskussion um das Betreuungsgeld ist der Ausdruck einer tiefen Verunsicherung über die Fähigkeit vieler Familien, ihre Kinder ordentlich zu erziehen, sie zur Schule zu schicken, ihnen ein Frühstück zu bereiten und ein Mindestmaß an Zivilisiertheit zu vermitteln. Sie unterliegt allerdings auch der Gefahr, besserwisserisch daher zu kommen. Es gibt eben auch Familien, die mit Kindergeld etwas Produktives für ihre Kinder unternehmen und es gibt mit Sicherheit Familien, die mit dem Betreuungsgeld genau auf das abzielen, was auch Sinn einer Familie ausmacht: Sich um die Kinder dann wirklich zu kümmern.


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„Im Zweifel für die Freiheit“ – Trauer um Werner Maihofer


Werner Maihofer
Die Stiftung für die Freiheit trauert um Werner Maihofer. Der frühere Bundesinnenminister war von 1973 bis 1999 Mitglied, von 1996 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums. Werner Maihofer hat auf die programmatische Entwicklung der FDP großen Einfluss genommen; gleich zwei Programme tragen seine Handschrift: die "Freiburger Thesen" von 1971 und die "Wiesbadener Grundsätze" von 1997.

"Maihofer war einer der Großen der FDP. Er hat politischen Liberalismus als aktive Haltung verkörpert", sagte Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Vor allem die berühmte, vom ihm verfasste Einleitung in das Freiburger Programm gilt bis heute als eine unübertroffene Verdichtung liberaler Grundlagen und Ziele. Vielen Menschen ist Maihofer vor allem aus den 1970er-Jahren bekannt. Er war nur wenige Jahre nach seinem FDP-Eintritt (1969) zum Bundesinnenminister (1974) ernannt worden, wurde in dieser Funktion vor allem mit den Herausforderungen des Terrorismus konfrontiert. Als ein überzeugter Anhänger des Rechtsstaates sah er sich seinerzeit zu problematischen Kompromissen gezwungen.

Nach dem Ausscheiden aus allen politischen Ämtern Ende der 1970er-Jahre lehrte er wieder Rechtswissenschaft, u. a. am Europäischen Hochschulinstitut, unterstützte dabei weiterhin die FDP in allen Grundsatzfragen.

In dem Aufsatz "Liberale Politik 69" schrieb Maihofer: "Liberale Politik bedeutet heute im 20. Jahrhundert aber auch, in der Nachfolge eines Friedrich Naumann, dafür einzutreten, dass die Freiheitsrechte des Bürgers nicht als leere Freiheiten für viele von uns auf dem Papier stehen bleiben, sondern zu erfüllter Freiheit werden in der alltäglichen Wirklichkeit unserer Gesellschaft."

Nachruf von Wolfgang Gerhardt

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Afrikanische Liberale auf Deutschland-Besuch

© Stiftung für die Freiheit
© Stiftung für die Freiheit
„Die Probleme in Afrika müssen wir Afrikaner lösen“, sagte der Leiter der Delegation des Netzwerkes afrikanischer liberaler Parteien bei dem Besuch in Potsdam, Lamine Ba. Ba, langjähriger Minister aus dem Senegal, ist Vorsitzender dieses Netzwerks, dem rund 20 afrikanische Parteien angehören. So waren sich die acht Spitzenpolitiker aus Tansania, Malawi, Sambia, Madagaskar, den Seychellen sowie von der Demokratischen Republik Kongo, Senegal und Marokko einig, dass nur liberale Prinzipien, vor allem aber dezentrale Strukturen und subsidiäre Delegation von Verantwortung an die Bürger „Good Governance“ möglich macht.

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Gerhardt erinnert an marktwirtschaftliche Ausrichtung der SPD

Wolfgang Gerhardt vor dem Marie-Elisabeth-Lüders Haus in Berlin
Wolfgang Gerhardt vor dem Marie-Elisabeth-Lüders Haus in Berlin
(16.09.2009) Vor zehn Jahren erschien das so genannte Schröder-Blair-Papier. Anlässlich des Jubiläums erinnert der Vorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, an die marktwirtschaftliche Ausrichtung der SPD. Sein Fazit: "SPD, Grüne, Linke und manchmal auch die CDU vergessen, dass es darum geht, die Schwachen zu stärken und nicht die Starken zu schwächen."

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Stiftung für die Freiheit trauert um Lord Ralf Dahrendorf

Ralf Dahrendorf
Ralf Dahrendorf
Mit Bestürzung haben Kuratorium, Vorstand und Mitarbeiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit vom Tod des früheren Vorsitzenden des Vorstandes, Lord Ralf Dahrendorf, erfahren. „Wir haben einen großartigen, brillanten Menschen zu betrauern“, sagte Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

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Stiftung würdigt Ralf Dahrendorf

© T. Merkau
© T. Merkau
Am 1. Mai hat Lord Ralf Dahrendorf sein 80. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass hat die riedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, deren Vorstandsvorsitzender Lord Dahrendorf zwischen 1982 und 1987 war, zu einer Festveranstaltung mit dem Thema „Für ein Europa des freien Bürgers“ in die Britische Botschaft Berlin eingeladen.
In seinem Grußwort würdigte Sir Michael Arthur, Britischer Botschafter in Deutschland, die Ausnahmeposition, die Dahrendorf als Spitzenpolitiker und Spitzenakademiker über Jahrzehnte eingenommen hat. Diese Doppelfunktion in gleich zwei Ländern wahrzunehmen, das sei, so der Vertreters Londons in Berlin, nahezu einmalig.

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Wolfgang Gerhardt trifft Stiftungspartner in Bulgarien

Ehrung der Stiftung für den früheren Premierminister Bulgariens Simeon Sachsen-Coburg und Gotha<br />© Stiftung für die Freiheit
Ehrung der Stiftung für den früheren Premierminister Bulgariens Simeon Sachsen-Coburg und Gotha
© Stiftung für die Freiheit
In einer viel beachteten Rede hat der Vorsitzende des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Wolfgang Gerhardt MdB vor 150 Gästen und zahlreichen Medienvertretern seine Freiheitsthesen in Sofia vertreten. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer sprach Gerhardt zur Notwendigkeit freiheitlichen Denkens und freier Marktwirtschaft insbesondere in Krisenzeiten wie diesen. Führende Vertreter der liberalen Partner sowie der bulgarischen Öffentlichkeit und in Bulgarien lebende Deutsche, darunter auch der deutsche Botschafter Michael Geier, nahmen an der Veranstaltung teil. Als zweite Rednerin sprach die Ministerin für Europäische Angelegenheiten Gergana Passy von der liberalen Partnerpartei Nationale Bewegung für Stabilität und Fortschritt (NDSV) über die europäische Dimension bulgarischer Politik. Vor allem durch liberale Konzepte in der Regierungspolitik sei Bulgarien in der aktuellen weltweiten Krise in einer relativ stabilen wirtschaftlichen und finanziellen Situation.

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Neues Positionspapier: ''Ohne Freiheit ist alles nichts''

Der Vorsitzende des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, hat zum Jahresauftakt eine neue Broschüre vorgelegt. Sie trägt den Titel "Ohne Freiheit ist alles nichts". Gerhardt hat darin Überlegungen zu den relevanten politischen Fragen der Gegenwart zusammengefasst: zu den Perspektiven des transatlantischen Verhältnisses nach dem Amtsantritt von USPräsident Barack Obama, zur Reform des Bildungs- und Sozialsystems sowie zu den Möglichkeiten, die Herausforderungen der Finanzkrise zu bewältigen.
Gerhardt zur Veröffentlichung der Schrift: "Eine politische Stiftung wie die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat die Funktion eines Vordenkers. Mir ging es darum, die Fragen, die in diesem Jahr auf der politischen Agenda ganz oben stehen, vor dem Horizont des Liberalismus zu erörtern."

Anfang 2008 hatte Gerhardt die Broschüre "Für Freiheit und Fairness" herausgebracht. Sie war auf eine breite Medienresonanz gestoßen und erreichte eine Auflagenhöhe von 19.000 Exemplaren.

"Ohne Freiheit ist alles nichts" können Sie hier im Format PDF herunterladen oder hier in der gedruckten Version kostenlos bestellen.

Die Stiftung gratuliert Wolfgang Gerhardt zum 65. Geburtstag


© Tina Merkau
Der Vorsitzende des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Dr. Wolfgang Gerhardt, hat am 31. Dezember 2008 seinen 65. Geburtstag gefeiert.

Im Namen des Vorstands und aller Stiftungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter gratulierte das Geschäftsführende Vorstandsmitglied, Rolf Berndt, und im Namen des Kuratoriums der Vorsitzende des Kuratoriums, Prof. Jürgen Morlok.


Sehen Sie hier Bilder von den Feierlichkeiten am 11. Januar 2009:

© Tina Merkau
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© Tina Merkau
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© Tina Merkau
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© Tina Merkau
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© Tina Merkau
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Deutschlandbesuch: Junge Liberale aus arabischer Welt

arabische Besuchergruppe mit Wolfgang Gerhardt
arabische Besuchergruppe mit Wolfgang Gerhardt
Auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit haben sieben Führungskräfte von Jugendorganisationen liberaler arabischer Parteien Deutschland besucht. Alle Teilnehmer gehörten Jugendorganisationen an, deren Mutterparteien mit dem Network of Arab Liberals (NAL) verbunden sind. Die Informationsreise stand unter dem Titel „Organisation und Programmentwicklung von Jugendverbänden moderner europäischer Parteien in Westeuropa“ und führte von Gummersbach über Aachen und Düsseldorf nach Berlin. Die Teilnehmer trafen eine Reihe junger deutscher Politiker und Personen aus dem öffentlichen Leben. Zu den Gesprächspartnern gehörten beispielsweise Alexander Alvaro, Mitglied des Europäischen Parlaments, die FDP-Bundestagsabgeordneten Marina Schuster und Florian Toncar, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, sowie viele Vertreter der Jungen Liberalen und europäischer Dachverbände.

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Reinhold-Maier-Medaille für Wolfgang Gerhardt

Noll, Gerhardt, Homburger, Goll bei der Verleihung der Medaille<br />© Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Noll, Gerhardt, Homburger, Goll bei der Verleihung der Medaille
© Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, ist der diesjährige Träger der Reinhold-Maier-Medaille. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart würdigten der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Ulrich Noll, die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger und der Justizminister und stellvertretende Ministerpräsident Ulrich Goll Wolfgang Gerhardt als eine Person, die mehr als 40 Jahre die Geschichte der FDP mit gestaltet habe. Die FDP Baden-Württembergs, die FDP/DVP-Landtagsfraktion und die Reinhold-Maier-Stiftung verleihen jedes Jahr die Reinhold-Maier-Medaille an Persönlichkeiten, die in besonderer Weise dem Liberalismus verpflichtet sind.

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Markt oder Staat - Ein kleiner Kompass

Wolfgang Gerhardt hat in einem Positionspapier zur gegenwärtigen Krise der Finanzmärkte Stellung genommen. Ihm sei es, so Gerhardt über das Papier, darum gegangen, „das hohe ideelle Gut der freien Marktwirtschaft gegen die Forderungen nach mehr staatlicher Regulierung zu verteidigen und die Prinzipien des Liberalismus gegen die Angriffe der wachsenden Gemeinde seiner Gegner in Schutz zu nehmen.“

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Wolfgang Gerhardt zu politischen Gesprächen in Indien


© sxc.hu/poe5
Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, hält sich vom 9. bis 11. November 2008 zu politischen Gesprächen in Indien auf. Anlass für diese Reise ist die 40-jährige Jubiläumsfeier der Stiftungsarbeit in Indien.

Gerhardt eröffnet die Veranstaltung „Challenges of Foreign Policy in the 21st Century“ mit einer Grundsatzrede zur außenpolitischen Herausforderung, der sich eine Panel-Diskussion anschließt.

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Video: Für Freiheit und Fairness Teil 1

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 2

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 3

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 4

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 5

Forum Alpinum

Nachfolgend können Sie die Reden auf deutsch und englisch herunterladen, die Wolfgang Gerhardt auf dem Forum Alpinum gehalten hat.

Es gilt das gesprochene Wort.



Rede auf deutsch als PDF.



Rede auf englisch als PDF.

Festakt 50 Jahre für die Freiheit

Auf den Tag genau 50 Jahre nach ihrer Gründung hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihren runden Geburtstag mit einem Festakt gefeiert, in Bonn, im alten Plenarsaal des Bundestages. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, trafen sich zu diesem Anlass viele Persönlichkeiten, die maßgeblich die Geschicke der Stiftung mitbestimmt hatten – allen voran der frühere Vorstandsvorsitzende und heutige Festredner Lord Ralf Dahrendorf. Zugleich war aber auch zu spüren: Man hat in der Öffentlichkeit registriert, dass die Stiftung mit ihrem Namenszusatz „für die Freiheit“ seit dem vergangenen Jahr deutlich zeigt, wohin ihr Weg führt – dies machte das Grußwort des Bundespräsidenten Professor Horst Köhler deutlich. In der Tat erschöpfte sich der Festakt nicht in der Würdigung der 50-jährigen Stiftungsgeschichte. Er setzte zugleich ein Signal des Aufbruchs – nichts Besseres hätte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu ihrem Jubiläum passieren können.

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Wolfgang Gerhardt besucht LDP Konferenz in Belgrad


Cedomir Jovanovic, Wolfgang Gerhardt, Anemi Neyts
"Taking Serbia to Europe, bringing Europe to Serbia" - dieser Titel einer Konferenz mit internationaler Beteiligung, die in Belgrad von der Liberaldemokratischen Partei Serbiens gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit organisiert wurde, ist Ausdruck der derzeit in der politischen Elite Serbiens geführten Auseinandersetzung um das Für und Wider einer künftigen Einbindung des Landes in die Europäische Union. Ziel der Konferenz war es, ein deutliches pro-europäisches Zeichen zu setzen. Dazu aufgerufen hatte die Liberaldemokratische Partei (LDP), die sich seit langem energisch für eine Zukunft Serbiens in der Europäischen Union einsetzt. Unterstützung erfuhren die Veranstalter von prominenten Vertretern der Liberalen Familie; neben der Präsidentin der ELDR, Annemie Neyts, und dem Vorsitzenden des Vorstandes der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, ergriffen auch die Vorsitzende der Liberalen Partei in Kroatien (HNS), Vesna Pusic und der Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei in Mazedonien (LDP), Jovan Manasievski, das Wort.

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Naumann-Stiftung


Foto: Friedrich-Naumann-Stiftung
Zum Auftakt des Jubiläumsjahres der Stiftung ist der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Gerhardt mit einem Papier unter dem Titel "Für Freiheit und Fairness" an die Öffentlichkeit gegangen.

"Bisher ist in Deutschland ein Überangebot an Politik vorhanden, das am Ende auf die Zerstörung der Kultur persönlicher Verantwortung hinausläuft", schreibt Wolfgang Gerhardt in der 23-seitigen Schrift. "Paternalismus, Staatsinterventionismus und kollektive Lösungen sind allenthalben auf der Tagesordnung. Sie stillen eine unbestimmte Sehnsucht nach verantwortungsfreier Sicherheit, die in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zur Freiheit steht."


Dem stellt Gerhardt in zehn Kapiteln die zentrale Forderung nach einem neuen Aufbruch entgegen: "Wir brauchen Mut, die Herausforderungen mehr als Chance, denn als Bedrohung zu sehen. Nur so, in Ermutigung und Zuversicht, können wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern."

Finden Sie hier das Papier als PDF-Dokument zum Download.