Deutschlandbesuch: Junge Liberale aus arabischer Welt


arabische Besuchergruppe mit Wolfgang Gerhardt Auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit haben sieben Führungskräfte von Jugendorganisationen liberaler arabischer Parteien Deutschland besucht. Alle Teilnehmer gehörten Jugendorganisationen an, deren Mutterparteien mit dem Network of Arab Liberals (NAL) verbunden sind. Die Informationsreise stand unter dem Titel „Organisation und Programmentwicklung von Jugendverbänden moderner europäischer Parteien in Westeuropa“ und führte von Gummersbach über Aachen und Düsseldorf nach Berlin. Die Teilnehmer trafen eine Reihe junger deutscher Politiker und Personen aus dem öffentlichen Leben. Zu den Gesprächspartnern gehörten beispielsweise Alexander Alvaro, Mitglied des Europäischen Parlaments, die FDP-Bundestagsabgeordneten Marina Schuster und Florian Toncar, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, sowie viele Vertreter der Jungen Liberalen und europäischer Dachverbände.
Im Rahmen eines eintägigen Workshops in der Theodor-Heuss-Akademie der Stiftung in Gummersbach bekamen die jungen arabischen Liberalen aus Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten und dem Libanon zunächst einen Überblick über das politische System der Bundesrepublik Deutschland, das deutsche Parteiensystem und die parteinahen Jugendverbände.
Breiten Raum nahmen bei dieser Informationsreise Treffen und Gespräche mit Vertretern der Jungen Liberalen (JuLis) Deutschland auf der Bundes- und Landesebene ein. Stellvertretend für die Bundesorganisation der JuLis sprach Alexander Plahr mit den arabischen Jungpolitikern über die Beziehungen der JuLis zur FDP und den Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Mutterpartei.
Im Mittelpunkt der Berliner Gespräche standen Treffen mit den MdBs Marina Schuster und Florian Toncar (beide FDP). Die jungen Bundestagsabgeordneten sprachen mit der Gruppe über das Generationenverhältnis innerhalb ihrer Partei und Abgrenzungen zwischen JuLis und der FDP.
Weiterer Höhepunkt des dichten Programms war das Round-Table-Gespräch, an dem Vertreter von insgesamt vier der deutschen parteinahen Jugendverbände, der Jungen Union, der Grünen Jugend, der Jungsozialisten und den Jungen Liberalen teilnahmen. Mit Interesse stellten die Teilnehmer fest, dass die Jugendverbände trotz politisch-programmatischer Unterschiede auch zusammenarbeiten.
Seitens der Stiftung für die Freiheit konnten die arabischen Jungpolitiker auf Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Gerhardt und der Leiterin des Regionalreferats Mittelmeerländer und Afrika Gabriele Reitmeier zählen. „Wie kann die arabische Jugend das freiheitliche Modell in der arabischen Welt stärken?“, wollten die Teilnehmer vom Vorstandsvorsitzenden erfahren, der auf den Zusammenhang zwischen Freiheit sowie Zugang zu Information und Bildung verwies. Auch das Sammeln internationaler Erfahrungen und die Gründung regionaler Netzwerke gewinne immer mehr an Bedeutung.
„Die regionale Netzwerkbildung mit liberalen politischen Parteien ist ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit im Nahen und Mittleren Osten“, unterstrich Ralf Erbel, Projektleiter der Stiftung für Jordanien, Libanon, Syrien und den Irak. Es gelte, die arabische Jugend bei der Netzwerkbildung zu unterstützen und diese Kooperation zu intensivieren.
