Ein freiheitlicher Politikentwurf von Wolfgang Gerhardt

Buchtitel, Freiheit Mut Menschenwürde Wolfgang Gerhardt hat nach vielen internationalen Konferenzen von Manila über Cancun, Johannesburg, Marrakesch, Tokio, Washington, Belfast, Neu Delhi und nach einer Frühjahrsreise mit Veranstaltungen quer durch Deutschland von Hamburg über Rostock, Hannover, Mainz, Stuttgart, Halle, Erfurt, Kassel und Offenburg einen freiheitlichen Politikentwurf vorgelegt.
Freiheit, Mut, Menschenwürde
von Dr. Wolfgang Gerhardt MdB
Vorstandsvorsitzender der Friedrich Naumann Stiftung
für die Freiheit
Er titelt ihn mit dem Dreiklang „Freiheit, Mut, Menschenwürde“. Er veröffentlicht ihn als Vorstandsvorsitzender der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit rechtzeitig zu deren 50. Jubiläum.
Eine Kurzfassung steht hier zur Verfügung. Ein ganzes Kapitel, sozusagen als Hinweis auf ein neues sozialpolitisches Denken, auf das es ihm besonders ankommt ist vollständig unter der Überschrift „Freiheit und Gerechtigkeit“ nachzulesen, wird im Buch aber auch noch unter der Überschrift „Freiheit und Gleichheit“ weiter behandelt.
Die Texte sollen Ihr Interesse wecken. Das vollständige Buch ist ab Mitte Mai erhältlich.


Zitat aus dem Buch von Wolfgang Gerhardt Politik und politischer Wettbewerb sind stets eine Auseinandersetzung über - oder auch ein Kampf um das Denken von Menschen. Dabei zählt nicht immer das richtige Argument, auch nicht die Kenntnis von Sachverhalten oder Verstand und Kompetenz. Es zählt das Prägen von Begriffen, die Semantik, der Appeal, die Empfindungen.
Ein Beispiel: Wenn man in Deutschland bei Veränderungen ansetzen will, dann fällt vor allem eines ins Auge: die herausragende Wirkmächtigkeit der Formel oder des Verständnisses von sozialer Gerechtigkeit. Die Vorstellung erfährt geradezu rituelle Beschwörung, sie ist offen für jedermanns eigene Empfindung, so als ob es eine wirkliche Kontroverse zwischen denen gebe, die mehr wollten und anderen, die meinten es dürfe ruhig etwas ungerecht zugehen. Die politische Verwundbarkeit einer freien Gesellschaft ist an dieser Stelle groß. Es sind Gerechtigkeitsrhetoriker unentwegt, die eine gewaltige Simplifizierung der Probleme des Sozialstaats betreiben.
Ein Parteiprogramm allein reicht längst nicht mehr aus. Es wird für das Alltagsgeschäft in vielen Bereichen die Fragen beantworten, die beantwortet werden müssen um Sozialpolitik, Bildungspolitik, Umweltpolitik, Wirtschaftspolitik oder Außenpolitik interessierten Mitbürgen fachlich-sachlich erläutern zu können. Es unterliegt aber, wie neulich jemand trefflich sagte, einer gewissen Materialermüdung, und es hat nach Erledigung von Themen auch Verfallsdaten. Deshalb ist die Haltung des politischen Liberalismus darüber hinaus bedeutsam. Er muss eine freiheitliche Gesellschaft beschreiben, die Kompetenz im Wandel ausstrahlt und den Charakter seiner politischen Vorstellungen darstellen, den er bei den Menschen beheimatet sehen möchte. Es geht um Markenpflege. Es geht um einen freiheitlichen Politikentwurf insgesamt.
Wir sind nach dem Ende der alten bipolaren Welt bis heute noch nicht so richtig in der neuen Realität angekommen. Wir machen uns immer noch etwas vor. Die politischen Entscheidungen werden immer noch nach dem gleichen Ritual getroffen. Hintergrund ist die Illusion eines allumfassenden Fürsorgestaates, Vordergrund ist politisches Bodenturnen in Vorsorge- und Ausgleichsaktivitäten als Kern des Regierungshandelns.
Lesen Sie die gesamte Kurzfassung als PDF.
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