Mittwoch, 10. März 2010

Wolfgang Gerhardt - Naumann-Stiftung

''Merkwürdig abstrakte Diskussionen'' - Wolfgang Gerhardt zur Debatte um Bildungsgutscheine

Die Diskussion um Gutscheine ist der Ausdruck einer tiefen Verunsicherung über die Fähigkeit vieler Familien, ihre Kinder ordentlich zu erziehen, sie zur Schule zu schicken, ihnen ein Frühstück zu bereiten und ein Mindestmaß an Zivilisiertheit zu vermitteln. Sie unterliegt allerdings auch der Gefahr, besserwisserisch daher zu kommen. Es gibt eben auch Familien, die mit Kindergeld etwas Produktives für ihre Kinder unternehmen und es gibt mit Sicherheit Familien, die mit dem Betreuungsgeld genau auf das abzielen, was auch Sinn einer Familie ausmacht: Sich um die Kinder dann wirklich zu kümmern. Ich kenne jedenfalls Familien, die sich um ihre Kinder kümmern und bei denen die Partner dafür beruflichen Verzicht leisten und ich kenne Familien, die engagiert beruflich tätig sind und die Angebote nutzen, die es für Kinderbetreuung gibt. Beiden ist kein Vorwurf zu machen und beide müssen in ihrer jeweiligen Lebens- und Familienauffassung respektiert werden.


Die Koalition aus CDU/CSU und FDP muss beiden Lebensentscheidungen gerecht werden. Dass das nicht einfach war, musste bei den Koalitionsverhandlungen schon jedem bekannt sein. Mir erscheint angesichts vieler Kinderschicksale, die wir beobachten können, eine Gutscheindiskussion legitim. Sie darf allerdings die Grenze nicht überschreiten, die darin besteht, dass wir aus der Politik nicht in jede Familie hineinsehen können. Die Politik kann Angebote unterbreiten, sie kann Betreuungsplätze organisieren, sie muss die Entscheidung aber bei den Familien belassen. Wer diese Diskussion total führt, der muss sich auch fragen lassen, warum das Kindergeld ausgezahlt wird. Denn was für das Betreuungsgeld gilt, mit Hinweis auf die Zweifel, ob es am Ende wirklich Kindern zu gute kommt, vor allem aus Problemfamilien, der muss das erst recht bei dem Thema Kindergeld anführen. Es ist also Vorsicht geboten, wenn man sich nur auf die eine oder andere Seite schlägt.

 

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat sich zuletzt zweimal an der Ausbildung von Familienhebammen beteiligt. Für uns war es nie mit einem Angebot an Betreuungsplätzen getan. Wer ernsthaft für die Rechte von Kindern eintritt, muss, wie Pestalozzi es einmal gesagt hat, in der ersten Stunde dabei sein. Nach seiner Überzeugung war die erste Unterrichtsstunde die Stunde der Geburt. Deshalb braucht eine werdende Mutter nicht nur Rahmenbedingungen mit Kindergeld oder Betreuungsgeld oder Hortplätzen oder einem Kindergartenplatz. Sie braucht vor allem, gerade in den Familien die uns vor Augen stehen, wenn sie es wünscht, eine Begleitung schon vor der Geburt und eine Betreuung und Beratung nach der Geburt.

 

Dabei muss nicht alles staatlich flächendeckend und kollektiv geregelt werden. Es würde völlig genügen, wenn sich der eine oder andere Oberbürgermeister oder Landrat, die eine Oberbürgermeisterin, Bürgermeisterin oder Landrätin, ganz einfach in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich darum kümmern würden, dass Hebammen zu Familienhebammen ausgebildet werden, dass die entsprechenden Summen zur Verfügung gestellt werden und dass ein sogenanntes Backoffice für ihre permanente Betreuung und Beratung an einer Universität, an einer Fachhochschule mit Psychotherapeuten und Sozialarbeitern, in dem einen oder anderen Fall zur Verfügung steht.

 

In Deutschland gehen die Diskussionen über frühkindliche Bildung und Erziehung und über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf so merkwürdig abstrakt vor sich. Und sie münden immer in der Aufforderung an andere, etwas zu tun. Selten ergreift jemand ganz einfach selbst eine Initiative. Sie könnte aber genau da beginnen, wo Kinder geboren werden. Und sie kann nicht in der reinen Alimentierung von Familien enden, sondern muss in ihrer Ermutigung zur Selbstverantwortung bestehen.

 

Foto: Gregor Sticker - Waldkindergarten Duesseldorf

Gerhardt: Die Welt der Zukunft ist eine Welt des Lernens


Gerhardt, Bueb, Dzembritzki, Gause, Hasenclever, von Hentig
Beim 3. Freiheitskongress der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit stand die Bildung im Vordergrund - und die Frage, wie Kinder zu verantwortungsbewussten und zugleich freien Menschen erzogen werden können. "Die Welt der Zukunft ist eine Welt des Lernens" - mit diesen Worten unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt die Bedeutung einer soliden schulischen Ausbildung.

Antworten auf diese Frage formulierten der Pädagoge und Publizist Professor Hartmut von Hentig, der ehemaliger Leiter des Internats Schule Schloss Salem, Bernhard Bueb, der vormalige Leiter der Rütli-Schule, Aleksander Dzembritzki, und Professor Wolf-Dieter Hasenclever, Leiter des Niedersächsischen Landesamts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, in ihren Vorträgen und bei der anschließenden Podiumsdiskussion.

Ausführlicher Bericht und Videodokumentation

Flagge zeigen! Ein Ausblick auf 2010

Durch das durch die Bundestagswahl veränderte politische Feld muss die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ein besonderes Augenmerk auf Themen richten, die in Gesellschaft und Politik eine Rolle spielen und spielen werden. Der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Gerhardt hat dies in einem Papier unter dem Titel "Flagge zeigen!" getan - ein Ausblick auf 2010.

"Hierzulande ist die Unkenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge bedenklich", schreibt Wolfgang Gerhardt, "und die geschmäcklerische Ablehnung der Marktwirtschaft geradezu Pflicht, wenn man als intellektuell anspruchsvoll gelten will." Über die geschichtlichen Schleifspuren der Alternativen werde dabei gern hinweggesehen. Gerhardt weist darauf hin, dass überall dort, wo Wettbewerb und Markt aus politischen Gründen ausgeschaltet worden sind, sich unkontrollierte wirtschaftliche und politische Macht entwickelt habe. "Den Menschen ist es dadurch nicht besser gegangen. Die propagierte soziale Freiheit hat am Ende überall die persönliche Freiheit zerstört."

Neben der Wirtschafts- und Sozialpolitik streift Wolfgang Gerhardt in seinen Ausführungen auch wichtige Themenfelder der Außenpolitik, etwa die Lage in Afghanistan, im Nahen Osten und die Rolle der transatlantischen Zusammenarbeit.


Lesen Sie Flagge zeigen! Ein Ausblick auf 2010 von Wolfgang Gerhardt

Gastbeitrag für FOCUS v. 14.12.2009

Wolfgang Gerhardt würdigt Otto Graf Lambsdorff


Otto Graf Lambsdorff (1926-2009)
Der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff, von 1995 bis 2006 Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, ist am 05.12.2009 im Alter von 82 Jahren gestorben. Wolfgang Gerhardt würdigt seinen Vorgänger im Amt des Vorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in einem Gastbeitrag für den FOCUS vom 14.12.2009:

 

Als Otto Graf Lambsdorff einmal gefragt wurde, wovon er sich wünsche, dass es dereinst in den Geschichtsbüchern über ihn stehen solle, war seine Antwort: dass er versucht habe, ein ordentlicher Mensch zu sein und dass er mit Nachdruck für die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung eingetreten sei. Es wird mehr über ihn nachzulesen sein.

 

Otto Graf Lambsdorff forderte viel von sich selbst, er war ein Mann mit geradem, unbezähmbarem Willen zu Urteilsfähigkeit, Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Eigenschaften, die John Stuart Mill mit den Sätzen beschreibt, dass jede Kultur der Freiheit unverzichtbare Voraussetzungen in Menschen braucht, die Freiheit lieben, die Rechtschaffenheit achten und ihre Kultur mit dem eigenen Lebensentwurf in die Zukunft hineintragen. Graf Lambsdorff wollte auf solche Erwartungen auch an Andere nicht verzichten. Das merkte man in jedem Gespräch, wenn man es merken wollte, das hörte man in jeder Rede, wenn man wirklich zuhörte, und das spürte man bei jeder Begegnung. Diejenigen, so wollte er verstanden wissen, die im Leben die ihnen gegebenen Chancen durch eigene Tatkraft zu nutzen wussten, von denen musste man Kenntnis von Sachverhalten, menschliche Kompetenz und eine Kultur des Dialoges und auch der Streitbarkeit erwarten dürfen, die unser kulturelles Erbe bereitstellt. Ein gebildeter Bürger mit einer anerzogenen und in Selbstdisziplin gelebten Zivilisiertheit wie Graf Lambsdorff hielt das in einer Art und Weise für selbstverständlich, dass er ungeduldig werden konnte, wenn erfolgreichen Menschen diese charakterliche Mitgift fehlte.

 

Er redete nie um den Brei herum. Er war höflich und direkt zugleich. Er war aber ebenso barmherzig. Er nahm Anteil an Schicksalen und teilte sich denen, die schwierige Lebenssituationen zu bewältigen hatten, in unnachahmlich Anteil nehmender Geste mit. Er sprach darüber öffentlich wenig. Er wollte, dass es von denen verstanden wurde, die es betraf und die es etwas anging. Das staatliche Budget war für ihn nie die letzte Auskunftsstelle für soziale Kompetenz und menschliche Qualität.

 

Graf Lambsdorff hat Marktwirtschaft als eine regelgeleitete und diskriminierungsfreie Wirtschaftsordnung freiheitlicher Gesellschaften verstanden. Sie war für ihn kein "cold project", auch wenn es ihm viele andichteten. Für die Marktwirtschaft gelten Spielregeln. Es geht um einen fairen Wettbewerb. Er wusste, dass dort, wo beides ausgeschaltet wird, sich unbegrenzte und unkontrollierte wirtschaftliche wie politische Macht entfaltet. Die Schleifspuren solcher Systeme nahm er noch lange nach der Vereinigung seines Vaterlandes - so verstand er Deutschland ? auf. Die vermeintliche soziale Freiheit unter den Beglückungsbannern hatten zu viele mit ihrer ganz persönlichen Freiheit bezahlen müssen.

 

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Diskussion ist Ausdruck einer tiefen Verunsicherung

Wolfgang Gerhardt zum Betreuungsgeld


Foto: a4gpa auf flickr.com
Die Diskussion um das Betreuungsgeld ist der Ausdruck einer tiefen Verunsicherung über die Fähigkeit vieler Familien, ihre Kinder ordentlich zu erziehen, sie zur Schule zu schicken, ihnen ein Frühstück zu bereiten und ein Mindestmaß an Zivilisiertheit zu vermitteln. Sie unterliegt allerdings auch der Gefahr, besserwisserisch daher zu kommen. Es gibt eben auch Familien, die mit Kindergeld etwas Produktives für ihre Kinder unternehmen und es gibt mit Sicherheit Familien, die mit dem Betreuungsgeld genau auf das abzielen, was auch Sinn einer Familie ausmacht: Sich um die Kinder dann wirklich zu kümmern.


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„Im Zweifel für die Freiheit“ – Trauer um Werner Maihofer


Werner Maihofer
Die Stiftung für die Freiheit trauert um Werner Maihofer. Der frühere Bundesinnenminister war von 1973 bis 1999 Mitglied, von 1996 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums. Werner Maihofer hat auf die programmatische Entwicklung der FDP großen Einfluss genommen; gleich zwei Programme tragen seine Handschrift: die "Freiburger Thesen" von 1971 und die "Wiesbadener Grundsätze" von 1997.

"Maihofer war einer der Großen der FDP. Er hat politischen Liberalismus als aktive Haltung verkörpert", sagte Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Vor allem die berühmte, vom ihm verfasste Einleitung in das Freiburger Programm gilt bis heute als eine unübertroffene Verdichtung liberaler Grundlagen und Ziele. Vielen Menschen ist Maihofer vor allem aus den 1970er-Jahren bekannt. Er war nur wenige Jahre nach seinem FDP-Eintritt (1969) zum Bundesinnenminister (1974) ernannt worden, wurde in dieser Funktion vor allem mit den Herausforderungen des Terrorismus konfrontiert. Als ein überzeugter Anhänger des Rechtsstaates sah er sich seinerzeit zu problematischen Kompromissen gezwungen.

Nach dem Ausscheiden aus allen politischen Ämtern Ende der 1970er-Jahre lehrte er wieder Rechtswissenschaft, u. a. am Europäischen Hochschulinstitut, unterstützte dabei weiterhin die FDP in allen Grundsatzfragen.

In dem Aufsatz "Liberale Politik 69" schrieb Maihofer: "Liberale Politik bedeutet heute im 20. Jahrhundert aber auch, in der Nachfolge eines Friedrich Naumann, dafür einzutreten, dass die Freiheitsrechte des Bürgers nicht als leere Freiheiten für viele von uns auf dem Papier stehen bleiben, sondern zu erfüllter Freiheit werden in der alltäglichen Wirklichkeit unserer Gesellschaft."

Nachruf von Wolfgang Gerhardt

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Afrikanische Liberale auf Deutschland-Besuch


© Stiftung für die Freiheit
„Die Probleme in Afrika müssen wir Afrikaner lösen“, sagte der Leiter der Delegation des Netzwerkes afrikanischer liberaler Parteien bei dem Besuch in Potsdam, Lamine Ba. Ba, langjähriger Minister aus dem Senegal, ist Vorsitzender dieses Netzwerks, dem rund 20 afrikanische Parteien angehören. So waren sich die acht Spitzenpolitiker aus Tansania, Malawi, Sambia, Madagaskar, den Seychellen sowie von der Demokratischen Republik Kongo, Senegal und Marokko einig, dass nur liberale Prinzipien, vor allem aber dezentrale Strukturen und subsidiäre Delegation von Verantwortung an die Bürger „Good Governance“ möglich macht.

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Gerhardt erinnert an marktwirtschaftliche Ausrichtung der SPD


Wolfgang Gerhardt vor dem Marie-Elisabeth-Lüders Haus in Berlin
(16.09.2009) Vor zehn Jahren erschien das so genannte Schröder-Blair-Papier. Anlässlich des Jubiläums erinnert der Vorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, an die marktwirtschaftliche Ausrichtung der SPD. Sein Fazit: "SPD, Grüne, Linke und manchmal auch die CDU vergessen, dass es darum geht, die Schwachen zu stärken und nicht die Starken zu schwächen."

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Stiftung für die Freiheit trauert um Lord Ralf Dahrendorf


Ralf Dahrendorf
Mit Bestürzung haben Kuratorium, Vorstand und Mitarbeiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit vom Tod des früheren Vorsitzenden des Vorstandes, Lord Ralf Dahrendorf, erfahren. „Wir haben einen großartigen, brillanten Menschen zu betrauern“, sagte Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

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Stiftung würdigt Ralf Dahrendorf


© T. Merkau
Am 1. Mai hat Lord Ralf Dahrendorf sein 80. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass hat die riedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, deren Vorstandsvorsitzender Lord Dahrendorf zwischen 1982 und 1987 war, zu einer Festveranstaltung mit dem Thema „Für ein Europa des freien Bürgers“ in die Britische Botschaft Berlin eingeladen.
In seinem Grußwort würdigte Sir Michael Arthur, Britischer Botschafter in Deutschland, die Ausnahmeposition, die Dahrendorf als Spitzenpolitiker und Spitzenakademiker über Jahrzehnte eingenommen hat. Diese Doppelfunktion in gleich zwei Ländern wahrzunehmen, das sei, so der Vertreters Londons in Berlin, nahezu einmalig.

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Wolfgang Gerhardt trifft Stiftungspartner in Bulgarien


Ehrung der Stiftung für den früheren Premierminister Bulgariens Simeon Sachsen-Coburg und Gotha
© Stiftung für die Freiheit
In einer viel beachteten Rede hat der Vorsitzende des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Wolfgang Gerhardt MdB vor 150 Gästen und zahlreichen Medienvertretern seine Freiheitsthesen in Sofia vertreten. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer sprach Gerhardt zur Notwendigkeit freiheitlichen Denkens und freier Marktwirtschaft insbesondere in Krisenzeiten wie diesen. Führende Vertreter der liberalen Partner sowie der bulgarischen Öffentlichkeit und in Bulgarien lebende Deutsche, darunter auch der deutsche Botschafter Michael Geier, nahmen an der Veranstaltung teil. Als zweite Rednerin sprach die Ministerin für Europäische Angelegenheiten Gergana Passy von der liberalen Partnerpartei Nationale Bewegung für Stabilität und Fortschritt (NDSV) über die europäische Dimension bulgarischer Politik. Vor allem durch liberale Konzepte in der Regierungspolitik sei Bulgarien in der aktuellen weltweiten Krise in einer relativ stabilen wirtschaftlichen und finanziellen Situation.

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Neues Positionspapier: ''Ohne Freiheit ist alles nichts''

Der Vorsitzende des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, hat zum Jahresauftakt eine neue Broschüre vorgelegt. Sie trägt den Titel "Ohne Freiheit ist alles nichts". Gerhardt hat darin Überlegungen zu den relevanten politischen Fragen der Gegenwart zusammengefasst: zu den Perspektiven des transatlantischen Verhältnisses nach dem Amtsantritt von USPräsident Barack Obama, zur Reform des Bildungs- und Sozialsystems sowie zu den Möglichkeiten, die Herausforderungen der Finanzkrise zu bewältigen.
Gerhardt zur Veröffentlichung der Schrift: "Eine politische Stiftung wie die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat die Funktion eines Vordenkers. Mir ging es darum, die Fragen, die in diesem Jahr auf der politischen Agenda ganz oben stehen, vor dem Horizont des Liberalismus zu erörtern."

Anfang 2008 hatte Gerhardt die Broschüre "Für Freiheit und Fairness" herausgebracht. Sie war auf eine breite Medienresonanz gestoßen und erreichte eine Auflagenhöhe von 19.000 Exemplaren.

"Ohne Freiheit ist alles nichts" können Sie hier im Format PDF herunterladen oder hier in der gedruckten Version kostenlos bestellen.

Die Stiftung gratuliert Wolfgang Gerhardt zum 65. Geburtstag


© Tina Merkau
Der Vorsitzende des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Dr. Wolfgang Gerhardt, hat am 31. Dezember 2008 seinen 65. Geburtstag gefeiert.

Im Namen des Vorstands und aller Stiftungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter gratulierte das Geschäftsführende Vorstandsmitglied, Rolf Berndt, und im Namen des Kuratoriums der Vorsitzende des Kuratoriums, Prof. Jürgen Morlok.


Sehen Sie hier Bilder von den Feierlichkeiten am 11. Januar 2009:


© Tina Merkau

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Deutschlandbesuch: Junge Liberale aus arabischer Welt


arabische Besuchergruppe mit Wolfgang Gerhardt
Auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit haben sieben Führungskräfte von Jugendorganisationen liberaler arabischer Parteien Deutschland besucht. Alle Teilnehmer gehörten Jugendorganisationen an, deren Mutterparteien mit dem Network of Arab Liberals (NAL) verbunden sind. Die Informationsreise stand unter dem Titel „Organisation und Programmentwicklung von Jugendverbänden moderner europäischer Parteien in Westeuropa“ und führte von Gummersbach über Aachen und Düsseldorf nach Berlin. Die Teilnehmer trafen eine Reihe junger deutscher Politiker und Personen aus dem öffentlichen Leben. Zu den Gesprächspartnern gehörten beispielsweise Alexander Alvaro, Mitglied des Europäischen Parlaments, die FDP-Bundestagsabgeordneten Marina Schuster und Florian Toncar, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, sowie viele Vertreter der Jungen Liberalen und europäischer Dachverbände.

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Reinhold-Maier-Medaille für Wolfgang Gerhardt


Noll, Gerhardt, Homburger, Goll bei der Verleihung der Medaille
© Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, ist der diesjährige Träger der Reinhold-Maier-Medaille. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart würdigten der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Ulrich Noll, die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger und der Justizminister und stellvertretende Ministerpräsident Ulrich Goll Wolfgang Gerhardt als eine Person, die mehr als 40 Jahre die Geschichte der FDP mit gestaltet habe. Die FDP Baden-Württembergs, die FDP/DVP-Landtagsfraktion und die Reinhold-Maier-Stiftung verleihen jedes Jahr die Reinhold-Maier-Medaille an Persönlichkeiten, die in besonderer Weise dem Liberalismus verpflichtet sind.

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Markt oder Staat - Ein kleiner Kompass

Wolfgang Gerhardt hat in einem Positionspapier zur gegenwärtigen Krise der Finanzmärkte Stellung genommen. Ihm sei es, so Gerhardt über das Papier, darum gegangen, „das hohe ideelle Gut der freien Marktwirtschaft gegen die Forderungen nach mehr staatlicher Regulierung zu verteidigen und die Prinzipien des Liberalismus gegen die Angriffe der wachsenden Gemeinde seiner Gegner in Schutz zu nehmen.“

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Wolfgang Gerhardt zu politischen Gesprächen in Indien


© sxc.hu/poe5
Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, hält sich vom 9. bis 11. November 2008 zu politischen Gesprächen in Indien auf. Anlass für diese Reise ist die 40-jährige Jubiläumsfeier der Stiftungsarbeit in Indien.

Gerhardt eröffnet die Veranstaltung „Challenges of Foreign Policy in the 21st Century“ mit einer Grundsatzrede zur außenpolitischen Herausforderung, der sich eine Panel-Diskussion anschließt.

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Video: Für Freiheit und Fairness Teil 1

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 2

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 3

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 4

Video: Für Freiheit und Fairness Teil 5

Forum Alpinum

Nachfolgend können Sie die Reden auf deutsch und englisch herunterladen, die Wolfgang Gerhardt auf dem Forum Alpinum gehalten hat.

Es gilt das gesprochene Wort.



Rede auf deutsch als PDF.



Rede auf englisch als PDF.

Festakt 50 Jahre für die Freiheit

Auf den Tag genau 50 Jahre nach ihrer Gründung hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihren runden Geburtstag mit einem Festakt gefeiert, in Bonn, im alten Plenarsaal des Bundestages. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, trafen sich zu diesem Anlass viele Persönlichkeiten, die maßgeblich die Geschicke der Stiftung mitbestimmt hatten – allen voran der frühere Vorstandsvorsitzende und heutige Festredner Lord Ralf Dahrendorf. Zugleich war aber auch zu spüren: Man hat in der Öffentlichkeit registriert, dass die Stiftung mit ihrem Namenszusatz „für die Freiheit“ seit dem vergangenen Jahr deutlich zeigt, wohin ihr Weg führt – dies machte das Grußwort des Bundespräsidenten Professor Horst Köhler deutlich. In der Tat erschöpfte sich der Festakt nicht in der Würdigung der 50-jährigen Stiftungsgeschichte. Er setzte zugleich ein Signal des Aufbruchs – nichts Besseres hätte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu ihrem Jubiläum passieren können.

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Wolfgang Gerhardt besucht LDP Konferenz in Belgrad


Cedomir Jovanovic, Wolfgang Gerhardt, Anemi Neyts
"Taking Serbia to Europe, bringing Europe to Serbia" - dieser Titel einer Konferenz mit internationaler Beteiligung, die in Belgrad von der Liberaldemokratischen Partei Serbiens gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit organisiert wurde, ist Ausdruck der derzeit in der politischen Elite Serbiens geführten Auseinandersetzung um das Für und Wider einer künftigen Einbindung des Landes in die Europäische Union. Ziel der Konferenz war es, ein deutliches pro-europäisches Zeichen zu setzen. Dazu aufgerufen hatte die Liberaldemokratische Partei (LDP), die sich seit langem energisch für eine Zukunft Serbiens in der Europäischen Union einsetzt. Unterstützung erfuhren die Veranstalter von prominenten Vertretern der Liberalen Familie; neben der Präsidentin der ELDR, Annemie Neyts, und dem Vorsitzenden des Vorstandes der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, ergriffen auch die Vorsitzende der Liberalen Partei in Kroatien (HNS), Vesna Pusic und der Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei in Mazedonien (LDP), Jovan Manasievski, das Wort.

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Naumann-Stiftung


Foto: Friedrich-Naumann-Stiftung
Zum Auftakt des Jubiläumsjahres der Stiftung ist der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Gerhardt mit einem Papier unter dem Titel "Für Freiheit und Fairness" an die Öffentlichkeit gegangen.

"Bisher ist in Deutschland ein Überangebot an Politik vorhanden, das am Ende auf die Zerstörung der Kultur persönlicher Verantwortung hinausläuft", schreibt Wolfgang Gerhardt in der 23-seitigen Schrift. "Paternalismus, Staatsinterventionismus und kollektive Lösungen sind allenthalben auf der Tagesordnung. Sie stillen eine unbestimmte Sehnsucht nach verantwortungsfreier Sicherheit, die in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zur Freiheit steht."


Dem stellt Gerhardt in zehn Kapiteln die zentrale Forderung nach einem neuen Aufbruch entgegen: "Wir brauchen Mut, die Herausforderungen mehr als Chance, denn als Bedrohung zu sehen. Nur so, in Ermutigung und Zuversicht, können wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern."

Finden Sie hier das Papier als PDF-Dokument zum Download.